Anleitung zum Topfen von Teufelsabbiss (Succisa pratensis) und zur Ernte von Wiesenlabkraut für die Teeproduktion. Erfahre alles über ökologischen Nutzen.
- Ökologischer Wert: Der Teufelsabbiss ist eine essenzielle Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge wie den Goldenen Scheckenfalter.
- Standortanspruch: Succisa pratensis bevorzugt wechselfeuchte, humose Böden und eine sonnige bis halbschattige Lage.
- Erntezeit: Wiesenlabkraut wird am besten zur Vollblüte im Juni geerntet, um das volle Aroma für die Teeproduktion zu nutzen.
Heimische Wildpflanzen sind das Rückgrat eines funktionierenden Ökosystems in deinem Garten. In diesem Beitrag widmen wir uns zwei besonderen Vertretern: dem spätblühenden Teufelsabbiss (Succisa pratensis) und dem vielseitigen Wiesenlabkraut (Galium mollugo).




Der Teufelsabbiss ist eine Charakterpflanze feuchter Wiesen. Wenn du ihn aus Samen gezogen hast, ist das Topfen der Sämlinge ein kritischer Schritt für ein kräftiges Wurzelwachstum.
| Merkmal | Teufelsabbiss (Succisa pratensis) | Wiesenlabkraut (Galium mollugo) |
|---|---|---|
| Blütezeit | August bis Oktober | Mai bis Juli |
| Standort | Sonnig, feucht, humos | Sonnig bis halbschattig, frisch |
| Wuchshöhe | 30 - 80 cm | 30 - 100 cm |
| Ökologischer Nutzen | Nektarquelle, Raupenfutterpflanze | Nahrung für Labkraut-Schwärmer |
| Verwendung | Zierpflanze, Naturschutz | Wildkraut, Tee, Heilkunde |
Das Wiesenlabkraut ist weit mehr als nur ein Beikraut in der Wiese. Es zeichnet sich durch ein mildes, leicht süßliches Aroma aus und ist bekannt für seine beruhigenden Eigenschaften.
Ende Juni erreicht die heimische Wildblumenwiese ihren ersten Höhepunkt. Neben dem Labkraut zeigen sich nun viele Glockenblumen und Margeriten. Diese Vielfalt bietet Lebensraum für unzählige Insektenarten. Achte bei der Pflege darauf, nur Teilbereiche zu mähen (Staffelmahd), damit immer Rückzugsorte und Nahrungsquellen für Insekten erhalten bleiben.
Die beste Pflanzzeit für vorgezogene Sämlinge ist das Frühjahr oder der frühe Herbst, um eine gute Durchwurzelung vor dem Winter zu gewährleisten.
Ja, Wiesenlabkraut ist essbar. Die jungen Triebe schmecken mild und eignen sich für Salate, während die Blüten ideal für Tee sind.
Er ist die Hauptnahrungspflanze für die Raupen des Goldenen Scheckenfalters und dient vielen Wildbienen als späte Nektarquelle.
Hänge es in kleinen Bündeln an einem schattigen, gut belüfteten Ort auf. Die Temperatur sollte 35 Grad nicht überschreiten.
Er benötigt einen nährstoffreichen, humosen Boden, der wechselfeucht sein darf. Staunässe wird meist besser vertragen als extreme Trockenheit.
Direkte UV-Strahlung zerstört die enthaltenen Wirkstoffe und ätherischen Öle, wodurch Aroma und Heilkraft verloren gehen.
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