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Wenn du im Frühjahr an deinem Gemüsebeet stehst und kleine, löchrige Fraßspuren an den Blättern von Radieschen oder Rucola entdeckst, ist oft der Gelbgefleckte Erdfloh am Werk. Mit einer Größe von nur etwa zwei bis drei Millimetern ist dieser Käfer zwar winzig, aber äußerst geschickt: Seine Hinterbeine sind zu kräftigen Sprungbeinen umgebildet, die es ihm ermöglichen, bei Gefahr blitzschnell davonzuhoppeln. Sein Körper ist dunkel gefärbt und weist auf jedem Flügeldeckel einen charakteristischen gelben Längsfleck auf. Er gehört zur Gruppe der Blattkäfer und ist auf Kreuzblütler spezialisiert, zu denen neben Wildpflanzen auch unsere gängigen Kohlgewächse zählen.
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Die Käfer überwintern als erwachsene Tiere (Imagines) unter Pflanzenresten oder im Boden. Sobald die Temperaturen im Frühjahr ansteigen, werden sie aktiv und beginnen an den ersten Keimlingen zu fressen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in den Boden nahe der Wirtspflanzen ab. Die Larven leben unterirdisch und ernähren sich von den feinen Wurzelhaaren, was für die Pflanze meist unproblematisch bleibt. Im Hochsommer schlüpft die neue Generation, die bis zum Herbst aktiv bleibt, bevor sie sich in ein geschütztes Winterquartier zurückzieht.
Da diese Käfer bei hoher Populationsdichte die Blätter junger Keimlinge stark durchlöchern können, empfehle ich keine chemischen Mittel. Stattdessen ist ein mechanischer Schutz durch feinmaschige Kulturschutznetze die wirkungsvollste Methode. Diese Netze verhindern den Zuflug der Käfer, ohne die ökologische Balance deines Gartens durch Gifte zu stören. Achte auf eine gesunde Bodenstruktur, da dies das Wachstum der Jungpflanzen beschleunigt und sie schneller aus dem gefährdeten Stadium herauswachsen lässt.
Familie: Blattkäfer (Chrysomelidae) | Gattung: Erdflöhe (Phyllotreta). Die Käfer sind durch ihre verdickten Femora, also die kräftigen Oberschenkel der Hinterbeine, gekennzeichnet, die den namensgebenden Sprungmechanismus ermöglichen. Die Art Phyllotreta flavoguttata ist ein in Mitteleuropa heimischer Käfer, der primär in sonnigen, trockenen Offenlandbiotopen und Gemüsegärten vorkommt.
•00310270 — Phyllotreta food plants and geographic distribution
•Gikonyo, Biondi & Beran (2019) — Adaptation of flea beetles to Brassicaceae: host plant associations and geographic distribution of Psylliodes and Phyllotreta. ZooKeys 856:51–73, DOI: 10.3897/zookeys.856.33724 (CC BY 4.0)
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