Bild folgtKI-generierte IllustrationAegilops geniculata
Auch bekannt als: Aegilops geniculata
An ihrem kompakten Wuchs von nur 8 Zentimetern und den borstigen Ähren lässt sich die Gekniete Walzensegment-Wildeibe (Aegilops geniculata) sofort erkennen. Als wilder Urahn unseres Weizens ist sie ein wertvoller Schatz für die biologische Vielfalt in Deinem Garten. Die relativ schweren Samen dienen am Boden lebenden Tieren als Nahrung und werden oft durch das Fell von Wildtieren weitergetragen. Da sie extreme Trockenheit liebt, ist sie die ideale Besetzung für Deine sonnigsten Standorte und Steingärten. Du schaffst mit ihr einen Raum für urtümliche Pflanzengesellschaften, die heute immer seltener werden. Trau Dich ruhig an dieses kleine botanische Juwel heran.
Wilder Weizen im Miniformat: Nur 8 Zentimeter pure Naturgeschichte.
Die Gekniete Walzensegment-Wildeibe bietet durch ihre schweren Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Samen) von etwa 13 Milligramm eine nahrhafte Quelle für am Boden suchende Vögel. Da die Samen oft über Tierverbreitung weite Wege finden, spielt sie eine Rolle im lokalen Biotopverbund. Ihre kompakte Form bietet am Boden lebenden Käfern und Spinnen einen geschützten Rückzugsort. Als wilder Vorfahre des Getreides trägt sie zur Erhaltung genetischer Ressourcen bei. In Deinem Garten fördert sie die Vielfalt auf Extremstandorten wie Schotterflächen oder Trockenmauern, wo nur wenige andere Pflanzen überdauern können.
Die Pflanze gilt als nicht kindersicher. Dies liegt an den harten Grannen (borstenartige Fortsätze an den Ähren), die bei Berührung unangenehm piksen oder in die Haut eindringen können. Auch bei Haustieren mit langem Fell ist Vorsicht geboten, da sich die Samenstände leicht darin verhaken können.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.085 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz aus, an dem die Sonne den Boden gut erwärmen kann.
Der Boden sollte mager und gut durchlässig sein; schwere Erde kannst Du durch das Einmischen von Sand abmagern (Nährstoffe reduzieren).
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Halte die Pflanze aufgrund ihrer geringen Höhe von 8 Zentimetern frei von überwuchernden Nachbarn.
Gießen ist nach dem Anwachsen kaum nötig, da dieses Gras an extreme Trockenheit angepasst ist.
Da die Samen mit rund 13 Milligramm recht schwer sind, fallen sie oft direkt ab; lass die Ähren zur Selbstaussaat einfach stehen.
Eine Düngung ist nicht erforderlich und würde dem Charakter dieses Magerkeitskünstlers widersprechen.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie liebt ähnliche trockene Standorte und ergänzt das Gras optisch hervorragend.
Die Gekniete Walzensegment-Wildeibe (Aegilops geniculata) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie offene Ruderalflächen (vom Menschen geprägte Rohböden). Morphologisch fällt sie durch ihre breitblättrige Struktur und den extrem kompakten Wuchs von exakt 0,08 m auf. Im Gegensatz zu vielen anderen Gräsern ist sie nicht verholzt und schließt ihren Lebenszyklus innerhalb eines Jahres ab. Die Pflanze ist ein wichtiger Bestandteil trocken-warmer Standorte und vor allem im Mittelmeerraum sowie in klimatisch begünstigten Gebieten Mitteleuropas heimisch.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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