Bild folgtKI-generierte IllustrationAldrovanda vesiculosa
Auch bekannt als: Aldrovanda vesiculosa
An ihren kranzförmig angeordneten Fangblättern, die wie winzige Unterwasser-Mausefallen funktionieren, lässt sich die Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa) sofort erkennen. Diese faszinierende Pflanze schwebt wurzellos im Wasser und fängt dort Kleinstlebewesen, was sie zu einem spannenden Beobachtungsobjekt im Gartenteich macht. Da sie extrem selten und in vielen Gebieten bereits verschwunden ist, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt einer hochspezialisierten Art. In deinem Garten ist sie ein biologischer Indikator für eine gute Wasserqualität. Schaffe ihr ein ruhiges Plätzchen im Wasser, und sie wird dich mit ihrer einzigartigen Lebensweise begeistern.
Ein lebendes Fossil im Gartenteich: Die Wasserfalle fängt ihr Futter selbst.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist die Wasserfalle eine hochspezialisierte Jägerin im Ökosystem Teich. Als fleischfressende Pflanze reguliert sie die Bestände von Kleinstlebewesen im Wasser und besetzt damit eine einzigartige Nische. Da sie keine Wurzeln besitzt, entzieht sie dem Wasser direkt Nährstoffe und trägt so zur Klärung des Gewässers bei. Spezifische Daten zu Bestäubern liegen nicht vor, doch ihr ökologischer Wert liegt primär in der Erhaltung der genetischen Vielfalt einer evolutionär uralten Gattung. Ein Vorkommen in deinem Garten signalisiert ein stabiles, mikrobiell reiches Gewässersystem.
Die Wasserfalle wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie zu den fleischfressenden Gewächsen gehört und eine sehr spezielle Biologie besitzt, sollte darauf geachtet werden, dass Kinder die Pflanze nicht in den Mund nehmen. Auch wenn keine akute Giftigkeit für Menschen bekannt ist, ist im Umgang mit neugierigen Kleinkindern an Gartenteichen generell Vorsicht geboten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.173 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtzahl 6), der Schutz vor Wind bietet.
Wasserbedarf: Als reine Wasserpflanze benötigt sie ein dauerhaft nasses Milieu (Feuchtezahl 12).
Temperatur: Achte auf eine warme Lage (Temperaturzahl 8), da die Pflanze sehr wärmeliebend ist.
Boden/Wasserqualität: Sie bevorzugt neutrales bis schwach saures Wasser (Reaktionszahl 6) mit mäßigem Nährstoffgehalt (Stickstoffzahl 4).
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (Mai) ein, sobald das Wasser dauerhaft warm ist.
Pflanzweise: Lege die Triebe einfach auf die Wasseroberfläche; sie benötigt kein Substrat.
Winterpflege: Die Pflanze bildet im Herbst Turionen (Winterknospen), die auf den Grund sinken und dort frostfrei überwintern.
Wuchshöhe: Die Pflanze wird 0,17 m lang.
Gute Partnerin: Krebsschere (Stratiotes aloides) – sie ist ebenfalls heimisch, hat ähnliche Ansprüche und bietet der Wasserfalle Schutz vor Verdriftung.
Die Wasserfalle (Aldrovanda vesiculosa) ist die einzige Vertreterin ihrer Gattung innerhalb der Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wird jedoch in der Roten Liste als ausgestorben oder verschollen geführt, was ihre Ansiedlung in Gärten ökologisch bedeutsam macht. Ihr natürlicher Lebensraum sind flache, nährstoffarme und sehr warme Stehgewässer. Als freischwimmende, nicht verholzte krautige Pflanze verzichtet sie vollständig auf Wurzeln und erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0,17 m.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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