Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthyllis vulneraria subsp. alpestris
An den dichten, kugeligen Blütenständen lässt sich der Alpen-Wundklee sofort erkennen. Er wächst sehr kompakt und bleibt mit einer Wuchshöhe von nur 0,13 m nah am Boden, was ihn zum idealen Bewohner für Steingärten macht. In deinem Garten ist er ein wichtiger Spezialist für karge, kalkreiche Ecken, an denen viele andere Pflanzen aufgeben würden. Er dient als wertvolle Futterquelle für Bestäuber, die auf Magerstandorte (nährstoffarme Flächen) angewiesen sind. Da er Trockenheit liebt, sparst du dir mühsames Gießen. Wenn du eine sonnige, steinige Stelle hast, machst du mit dieser Pflanze alles richtig.
Kompakter Überlebenskünstler: Mit nur 13 cm Höhe der Star im kalkreichen Steingarten.
Der Alpen-Wundklee ist eine wichtige Komponente für die Artenvielfalt auf trockenen Magerstandorten. Durch seine Vorliebe für nährstoffarme Böden fördert er eine spezialisierte Insektenwelt, die in überdüngten Landschaften keine Nahrung mehr findet. Seine Blüten bieten Nektar und Pollen für verschiedene Bestäuber an, die auf Schmetterlingsblütler spezialisiert sind. Mit einem Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von etwa 5,82 mg gehört er zu den Kurzdistanz-Ausbreitern, bei denen auch am Boden lebende Tiere bei der Verteilung der Samen helfen können. Die breitblättrige Wuchsform bietet zudem in Bodennähe Deckung für kleine Wirbellose. In deinem Garten hilft er dabei, ein stabiles ökologisches Netz für alpine und subalpine Arten zu knüpfen.
Der Alpen-Wundklee wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bei dieser Unterart im Vordergrund stehen, solltest du darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Die Pflanze dient rein ökologischen und ästhetischen Zwecken im Naturgarten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.133 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
Der Boden muss mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer); vermeide jede Form von Düngung.
Achte auf ein kalkhaltiges Substrat (Reaktion 8), notfalls kannst du mit etwas Algenkalk nachhelfen.
Halte den Boden trocken (Feuchtewert 2), da die Pflanze sehr empfindlich auf Staunässe reagiert.
Pflanze den Wundklee im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst vor den ersten Frösten ein.
Halte die Wuchshöhe von 0,13 m im Blick und setze ihn in den Vordergrund, damit er nicht von höheren Stauden bedrängt wird.
Da die Samen mit 5,82 mg recht schwer sind, breitet sich die Pflanze eher lokal durch Selbstaussaat aus; lass die verblühten Köpfe daher einfach stehen.
Gute Partnerin: Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) – er besiedelt die gleichen kalkreichen Trockenstandorte und ergänzt den Alpen-Wundklee ökologisch perfekt.
Der Alpen-Wundklee (Anthyllis vulneraria subsp. alpestris) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen. Er ist in Deutschland und der Schweiz heimisch und besiedelt dort natürliche Kalk-Magerrasen (trockene, kalkreiche Wiesen) sowie alpine Schutthalden. Man erkennt ihn an seinen unpaarig gefiederten Blättern und den typischen, gelben Schmetterlingsblüten, die in dichten Köpfen beisammenstehen. Eine Besonderheit ist seine Symbiose mit der AM-Mykorrhiza (ein nützlicher Bodenpilz), die ihm hilft, auf kargen Böden wichtige Nährstoffe zu erschließen.
3 Videos zu Alpen-Wundklee
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →