Bild folgtKI-generierte IllustrationArmeria maritima subsp. intermedia
Wer die Mittlere Grasnelke einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kugeligen, rosafarbenen Blütenköpfen auf schlanken Stielen bildet sie charmante Kontraste zu den grasartigen, dichten Blattrosetten. Für deinen Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie als Schwachzehrer (Pflanzen mit geringem Nährstoffbedarf) perfekt an karge Standorte angepasst ist und so die Vielfalt auf mageren Flächen fördert. Da sie indigen (einheimisch) ist, fügt sie sich nahtlos in unsere Ökosysteme ein. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.16 m bleibt sie kompakt und eignet sich hervorragend für sonnige Kanten. Hast du in deinem Garten ein sonniges Plätzchen mit magerem Boden für diese robuste Schönheit?
Kompakte Überlebenskünstlerin: Mit nur 16 Zentimetern erobert sie magere Böden.
Als heimische Art spielt die Mittlere Grasnelke eine wichtige Rolle in spezialisierten Lebensräumen. Da sie ein Schwachzehrer ist, besetzt sie Standorte, an denen konkurrenzstarke Pflanzen nicht überleben, und erhält so die strukturelle Vielfalt im Garten. Die Pflanze lebt in einer AM-Mykorrhiza (einer Symbiose mit Bodenpilzen), was ihr hilft, Nährstoffe auch aus kargen Böden effizient zu lösen. Ihre leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von 1.4075 mg werden vom Wind fortgetragen und können so neue Nischen besiedeln. Die dichten Blattpolster schützen zudem den Boden vor Austrocknung und bieten kleinen Bodenlebewesen Schutz. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten für diese Unterart fehlen, ist sie als indigene Pflanze ein fester Bestandteil der regionalen Nahrungsketten.
Bitte beachte, dass die Mittlere Grasnelke als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist ratsam, Kinder darauf hinzuweisen, die Pflanzenteile nicht in den Mund zu nehmen. Bei empfindlicher Haut empfiehlt es sich, beim Pflanzen oder Teilen der Polster Gartenhandschuhe zu tragen, um mögliche Reizungen zu vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.156 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, da sie viel direktes Licht benötigt.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein; vermeide jedoch Staunässe.
Ellenberg Nährstoffe 3: Als Schwachzehrer bevorzugt sie mageren Boden. Bitte dünge sie nicht, da dies ihren kompakten Wuchs stört.
Pflanzzeit: Setze sie idealerweise im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Plane mit genau 0.16 m Höhe, ideal für den Vordergrund von Beeten.
Bodenbeschaffenheit: Achte auf einen neutralen bis schwach sauren Bodenuntergrund.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich über leichte Samen (1.4075 mg) auch durch den Wind.
Gute Partnerin: Der Schaf-Schwingel (Festuca ovina) – er teilt die Vorliebe für magere, sonnige Standorte und bildet einen schönen strukturellen Kontrast.
Die Mittlere Grasnelke (Armeria maritima subsp. intermedia) gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae). Sie ist in Deutschland heimisch und gilt als Archäophyt, also als eine Art, die schon sehr lange in unserer Landschaft fest verwurzelt ist. Ihr natürlicher Lebensraum sind oft kühlere, lichtreiche Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Botanisch zeichnet sie sich durch ihre schmalen, breitblättrigen Laubblätter und die markanten Blütenstände aus. Mit einer Blattfläche von 129.06 mm² und dem polsterbildenden Wuchs ist sie perfekt an sonnige, eher karge Lebensräume angepasst.
2 Videos zu Mittlere Grasnelke
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →