Bild folgtKI-generierte IllustrationAsplenium adulterinum
Du erkennst den Braungrünen Streifenfarn (Asplenium adulterinum) an seinen zierlichen, einfach gefiederten Wedeln, deren Stiel unten braun glänzt und zur Spitze hin in ein sattes Grün übergeht. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,11 m ist er ein winziger, aber ökologisch höchst wertvoller Bewohner für spezialisierte Gartenbereiche. Er gehört zu den seltensten Farnen unserer Region und steht auf der Roten Liste 2 (stark gefährdet), weshalb du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz leistest. Da er bevorzugt in feuchten Felsritzen lebt, bietet er Kleinstlebewesen wie Felsenspringern (Archaeognatha) einen geschützten Rückzugsort. Wenn du eine alte Trockenmauer oder einen Steingarten hast, ist dieser Farn genau die richtige Wahl für dich.
Rote-Liste-Juwel für die Gartenmauer: 11 cm pure biologische Vielfalt.
Nach aktuellen ökologischen Beobachtungen ist dieser Farn ein wichtiger Baustein für die Biodiversität in Steingärten. Er ist als stark gefährdete Art (Rote Liste 2) eingestuft, was jede Ansiedlung im Garten zu einer aktiven Naturschutzmaßnahme macht. Da seine Sporen ein Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nahezu 0,0 mg haben, werden sie leicht vom Wind in neue Felsritzen getragen. Er dient zwar nicht als direkte Futterpflanze für bekannte Fluginsekten, schafft aber ein wichtiges Mikroklima für Moosgesellschaften und spezialisierte Kleinstinsekten. In naturnahen Gärten fördert er die Ansiedlung von Kleinstlebewesen, die wiederum als Nahrungsgrundlage für räuberische Nützlinge dienen.
Bitte sei vorsichtig, wenn Kinder in deinem Garten spielen, da dieser Farn als nicht kindersicher eingestuft wird. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte unbedingt vermieden werden. Am besten platzierst du ihn in höheren Mauerritzen oder unzugänglichen Steingartenbereichen, wo man seine filigrane Schönheit aus sicherer Entfernung bewundern kann.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.106 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Lichtwert 6), ideal sind Nordseiten von Mauern.
Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht (Feuchtewert 4), aber niemals staunass sein.
Achte auf mageres Substrat (Nährstoffwert 2); zu viel Dünger schadet dem Farn.
Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein (Reaktionswert 6), vermeide stark kalkhaltiges Material.
Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Setze den Farn vorsichtig in Felsspalten oder Steinfugen, ohne das empfindliche Rhizom (Wurzelstock) zu quetschen.
Da er nur 0,11 m hoch wird, sollte er nicht von größeren Pflanzen bedrängt werden.
Gute Partnerin: Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) – sie teilt die Vorliebe für felsige Standorte und ergänzt den Farn optisch durch ihre zarten Blüten.
Der Braungrüne Streifenfarn gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als indigen (ursprünglich einheimisch) gilt er als spezialisierter Besiedler von Serpentinitgestein, einem basischen Gestein mit spezieller Mineralzusammensetzung. Morphologisch zeichnet er sich durch seine wintergrünen Wedel aus, die im Halbschatten gedeihen. Sein Vorkommen ist meist auf montane Lagen beschränkt, was ihn zu einer Besonderheit im Tieflandgarten macht.
1 Video zu Braungrüner Streifenfarn
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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