Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
An ihrem rötlich-braun glänzenden, stark gepanzerten Körper lässt sich diese winzige Spinne bei genauer Betrachtung sofort erkennen. Du hast es hier mit einer Panzerspinne zu tun, die meist kleiner als zwei Millimeter bleibt und deren Hinterleib durch feste Chitinplatten, sogenannte Scuta, geschützt ist. Sie lebt extrem verborgen in der obersten Bodenschicht und bildet lediglich eine Generation pro Jahr aus. Ihre Eier legt sie in winzigen, gut geschützten Kokons direkt in der feuchten Laubstreu ab. Als spezialisierter Jäger ernährt sie sich von Kleinstlebewesen des Bodens, vor allem von Springschwänzen (Collembola) und Milben (Acari). Die Entwicklung der Jungtiere findet isoliert im Mikroklima des Humus statt, wobei sie mehrere Häutungsphasen durchlaufen. Zur Überwinterung ziehen sich die Tiere in tiefere, frostfreie Erdschichten oder unter dicke Moospolster zurück. Im Garten kannst du sie fördern, indem du auf chemische Bodenbearbeitung verzichtest und Falllaub von heimischen Gehölzen wie der Hainbuche (Carpinus betulus) oder der Sal-Weide (Salix caprea) als natürliche Mulchschicht liegen lässt.
Diese Spinne ist für den Menschen völlig harmlos und aufgrund ihrer winzigen Kieferwerkzeuge nicht in der Lage, die menschliche Haut zu durchdringen. Sie ist ein nützlicher Bestandteil der Bodenfauna und ein Zeichen für ein intaktes Ökosystem im Garten.
Brignoliella leletina ist ein Vertreter der Panzerspinnen (Tetrablemmidae), einer Familie, die für ihre stark sklerotisierten (ausgehärteten) Körperpanzer bekannt ist. Diese taxonomische Gruppe besiedelt primär die organische Streuschicht und ist an ein Leben in engen Hohlräumen des Bodens angepasst. Die Art ist aufgrund ihrer Größe und Lebensweise für Laien kaum sichtbar und wird meist nur bei Bodenuntersuchungen nachgewiesen. Ihre Verbreitung gilt als sehr spezifisch und lokal begrenzt.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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