Bild folgtKI-generierte IllustrationMinuartia rubra
An ihrem buschigen, fast strauchartigen Wuchs lässt sich die Büschel-Miere (Minuartia rubra) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als Spezialistin für heiße, karge Plätze, an denen kaum etwas anderes überlebt. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 2 als stark gefährdet gilt, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland und der Schweiz. Sie gehört zu den Nelkengewächsen (Caryophyllaceae) und bringt Struktur in trockene Gartenbereiche, ohne viel Platz zu beanspruchen. Wenn du ein Herz für seltene, heimische Überlebenskünstler hast, ist diese kleine Staude genau die richtige Wahl für deine Steinanlage.
Stark gefährdeter Zwergstrauch: Nur 17 cm hoch und ein Champion für Trockenmauern.
Als Bewohnerin karger Standorte füllt die Büschel-Miere eine ökologische Nische, die in modernen Gärten oft fehlt. Sie bietet Struktur in Lebensräumen, die für spezialisierte Bodenbewohner und Insekten der Trockenbiotope essentiell sind. Da sie auf der Roten Liste 2 steht, ist jedes Exemplar im Garten ein wertvoller Trittstein für den Fortbestand dieser stark gefährdeten Art. Ihre Samen sind mit nur 0,08 mg extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und so zur Vernetzung isolierter Standorte beiträgt. Als heimischer Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder indigen ist) ist sie perfekt an das hiesige Klima angepasst.
Die Büschel-Miere wird in Garten-Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Giftstoffe für Nelkengewächse dieser Gattung prominent gelistet sind, solltest du beim Umgang mit kleinen Kindern vorsichtig sein. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte sicherheitshalber vermieden werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.173 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz; sie benötigt als Lichtpflanze maximale Einstrahlung (Ellenberg Lichtwert 9).
Boden: Der Untergrund muss sehr nährstoffarm und kalkhaltig sein (Basenzeiger); mische bei Bedarf reichlich Kalksplitt oder Sand unter.
Feuchtigkeit: Halte den Boden trocken; die Pflanze ist ein Trockenheitszeiger und verträgt keine Staunässe (Ellenberg Feuchtewert 2).
Pflanzzeit: Setze sie idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Wuchs: Beachte die geringe Wuchshöhe von exakt 0.17 m bei der Standortwahl im Vordergrund.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze verholzt und sehr kompakt wächst.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre nur 0,08 mg leichten Samen über den Wind; lass die Samenstände daher im Spätsommer stehen.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für kalkreiche, trockene Standorte und ergänzt die Büschel-Miere ökologisch ideal.
Die Büschel-Miere gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist eine indigene Art Mitteleuropas. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie felsige Standorte, die durch Kalkreichtum geprägt sind. Morphologisch zeichnet sie sich durch eine Besonderheit aus: Trotz ihrer geringen Größe von exakt 0.17 m ist sie verholzt und wächst als kleiner Strauch. Diese Wuchsform hilft ihr, an extremen Standorten dauerhaft zu bestehen. Ihre Blätter sind breitblättrig, was sie von vielen anderen, eher nadelblättrigen Mieren-Arten unterscheidet.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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