Bild folgtKI-generierte IllustrationCrepis conyzifolia
Auch bekannt als: Crepis conyzifolia
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An seinen leuchtend gelben Korbblüten, die für seine Wuchshöhe von genau 0,26 m auffallend groß wirken, lässt sich der Großköpfige Pippau sofort erkennen. Da diese Art auf der Roten Liste steht (Gefährdungsgrad 3), holst du dir mit ihr einen echten Naturschatz in den Garten, der besonders im Spätsommer wertvoll ist. Von seinem Nektar profitieren spezialisierte Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Enzian-Scheckenfalter (Melitaea varia). In deinem Garten setzt du damit ein wichtiges Zeichen für den Erhalt seltener Gebirgspflanzen. Hast du schon ein sonniges Plätzchen für diesen alpinen Gast reserviert?
Seltener Alpengast: Große gelbe Blüten für magere, sonnige Standorte.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wichtige Tankstelle für seltene Tagfalter. Zu den Besuchern zählen der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Enzian-Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Feurige Perlmuttfalter (Melitaea ornata). Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen das Angebot. Die Ausbreitung erfolgt über den Wind, da die Samen (Diasporen) mit nur 2,795 mg extrem leicht sind. Durch die Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM ist die Pflanze gut im Boden vernetzt und trägt zur Stabilität der Bodenbiologie bei.
Bitte beachte, dass der Großköpfige Pippau in der Fachliteratur als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schweren Vergiftungsfälle dokumentiert sind, sollte die Pflanze nicht verzehrt werden. Erkläre Kindern vorsorglich, dass die gelben Blüten zwar schön anzusehen, aber kein Spielzeug oder Nahrungsmittel sind. Im Zweifelsfall bei Verschlucken den Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.257 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht : Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Boden : Der Untergrund sollte nährstoffarm sein (Magerzeiger); mische bei Bedarf Sand unter die Erde.
Säurewert : Achte auf einen sauren Boden (Reaktion 3), da Kalk die Entwicklung hemmen kann.
Feuchtigkeit : Halte den Standort frisch (mäßig feucht), vermeide jedoch Staunässe im Wurzelbereich.
Pflanzzeit : Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März-Mai) oder Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe : Plane genau 0,26 m Platz in der Höhe ein, damit er im Beetvordergrund gut zur Geltung kommt.
Vermehrung : Lasse die Blütenstände stehen, damit sich die leichten Samen durch den Wind verteilen können.
Pflanzpartner : Die Arnika (Arnica montana) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen sauren und mageren Standortbedingungen bevorzugt.
Der Großköpfige Pippau (Crepis conyzifolia) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Bergregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind kühle, lichtreiche Standorte auf sauren Böden in alpinen oder nördlichen Lagen. Er wächst als nicht verholzte, krautige Pflanze und zeichnet sich durch seine breitblättrigen Laubblätter aus. Als Schwachzehrer (Pflanze, die auf nährstoffarmen Böden gedeiht) besetzt er ökologische Nischen, in denen viele andere Stauden nicht überleben könnten.
1 Video zu Großköpfiger Pippau
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →