Bild folgtKI-generierte IllustrationCrocus nudiflorus
Auch bekannt als: Pyrenäen-Herbst-Krokus
Mit seinen großen, violetten Trichterblüten fällt der Pyrenäen-Herbst-Krokus (Crocus nudiflorus) sofort auf, wenn er ab September unvermittelt und ohne jedes Blattwerk aus der Erde schießt. Er ist ein wertvoller Spätblüher für deinen Garten, da er genau dann Farbe bekennt, wenn die meisten gebietsfremd Wildpflanzen bereits in die Samenreife übergehen. In naturnah gestalteten Wiesen oder unter lichten Sträuchern setzt er leuchtende Akzente und verlängert die Gartenpracht bis in den November hinein. Wenn du ihn einmal an der richtigen Stelle etabliert hast, verwildert er zuverlässig über unterirdische Ausläufer. Schau doch mal, ob du noch ein sonniges Plätzchen für diesen herbstlichen Gast findest.
Farbtupfer im Herbst: Der violette Krokus, der ohne Blätter blüht.
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieser Krokus eine wichtige Ressource im Spätjahr, wenn das allgemeine Nektarangebot stark zurückgeht. Er blüht in einer Zeit, in der nur noch wenige spezialisierte Pflanzen Nahrung bieten. Da er zwischen September und November seine Blüten öffnet, dient er spätfliegenden Insekten als wichtige Anlaufstelle vor der Winterruhe. Da für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäuberlisten in der Datenbank vorliegen, lässt sich die Bedeutung vor allem durch die späte Blühphase ableiten, die das Nahrungsfenster im Garten ökologisch sinnvoll schließt. Im Frühjahr tragen die Blätter zur Bodenbeschattung bei, bevor sie einziehen.
Bitte achte darauf, dass der Pyrenäen-Herbst-Krokus als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist ratsam, beim Pflanzen und bei der Gartenarbeit Handschuhe zu tragen und darauf zu achten, dass keine Pflanzenteile von Kindern oder Haustieren verzehrt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Sep – Nov
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit Herbst: Setze die Knollen im August oder September etwa 8 bis 10 Zentimeter tief in die Erde.
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Standort, an dem der Boden im Frühjahr ausreichend feucht, aber im Sommer nicht zu nass ist.
Der Boden sollte durchlässig und humusreich sein; schwere Böden kannst du mit etwas Sand abmagern (den Nährstoffgehalt senken).
Achte darauf, die im Frühjahr erscheinenden Blätter nicht abzumähen, bis sie gelb geworden sind, damit die Pflanze Kraft speichern kann.
Eine Vermehrung erfolgt durch Brutzwiebeln oder unterirdische Ausläufer, wodurch mit der Zeit dichte Bestände entstehen.
Wässere bei extremer Sommertrockenheit gelegentlich nach, damit die Knollen im Boden nicht völlig austrocknen.
Gute Partnerin: Echtes Zittergras (Briza media) – es bietet einen filigranen Rahmen und verträgt die gleichen Bodenverhältnisse auf mageren Wiesen.
Der Pyrenäen-Herbst-Krokus gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und stammt ursprünglich aus den Bergregionen Westeuropas. In unseren Breiten findet man ihn gelegentlich verwildert in Parkanlagen oder auf extensiv genutzten Wiesen. Eine morphologische Besonderheit ist seine Namensgebung: 'nudiflorus' bedeutet 'nacktblütig', da die Blüten im Herbst ohne die begleitenden Blätter erscheinen. Diese treiben erst im darauffolgenden Frühjahr aus, um Energie für die Zwiebelknolle zu sammeln, bevor sie sich im Frühsommer wieder in den Boden zurückziehen.
3 Videos zu Pyrenäen-Herbst-Krokus
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →