Bild folgtKI-generierte IllustrationCystopteris fragilis subsp. fragilis
Du erkennst den Zerbrechlichen Blasenfarn (Cystopteris fragilis subsp. fragilis) an seinem filigranen Wuchs und einer Höhe von genau 0.24 m, die ihn zu einem zierlichen Bewohner schattiger Gartenbereiche macht. In Deinem Naturgarten übernimmt er eine wichtige Rolle als Spezialist für kalkhaltige Mauernischen und Felsspalten, in denen kaum andere Pflanzen gedeihen. Da er als Schwachzehrer (Magerzehrer) gilt, hilft er dabei, auch schwierige Standorte ökologisch aufzuwerten. Mit einer Blattfläche von 1970.0 mm² bietet er einen dichten, grünen Teppich in kühlen Lagen. Da für diese Art keine spezifischen Insektenbeziehungen in unseren Daten vorliegen, dient er vor allem der strukturellen Vielfalt und Bodenbildung an Steinen. Probiere ihn doch einmal in Deiner schattigen Trockenmauer aus!
Filigraner Mauerspezialist: 24 Zentimeter Naturwunder für schattige Kalknischen.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten spielt der Zerbrechliche Blasenfarn keine direkte Rolle für blütenbesuchende Insekten, da er als Farn keine Blüten, sondern Sporen zur Vermehrung nutzt. Seine ökologische Bedeutung liegt in der Besiedlung von Kleinstlebensräumen wie Mauerritzen, wo er das Mikroklima für Moose und Kleinstlebewesen stabilisiert. Die winzigen Sporen mit einem Gewicht von 0,0 mg werden durch den Wind verbreitet und ermöglichen die Besiedlung entlegener Standorte. In Deinem Garten fördert er die Bodengesundheit durch eine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza). Zudem bietet das dichte Laub bei einer Höhe von 0.24 m Schutz für feuchtigkeitsliebende Amphibien in kühlen Gartenecken.
Bitte beachte, dass dieser Farn als nicht kindersicher eingestuft wird. Er sollte daher nicht an Stellen gepflanzt werden, an denen kleine Kinder unbeaufsichtigt Pflanzenteile probieren könnten. Sollte es dennoch zum Verzehr kommen, erreichst Du den Giftnotruf zur Sicherheit unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.242 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen halbschattigen Platz (Ellenberg Licht 5), ideal ist eine absonnige Mauer oder eine kühle Felsnische.
Achte auf einen frischen, also mäßig feuchten Boden (Ellenberg Feuchte 4), der niemals ganz austrocknen sollte.
Der Boden sollte mager sein (Ellenberg Nährstoffe 3); verzichte unbedingt auf Dünger, da er als Schwachzehrer empfindlich auf Nährstoffüberschuss reagiert.
Sorge für ein kalkhaltiges Milieu (Ellenberg Reaktion 7), indem Du bei der Pflanzung etwas Kalksplitt oder alten Mörtel untermischst.
Pflanze den Farn entweder im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte bei der Pflanzung einen Abstand von etwa 20 cm ein, um dem horstigen Wuchs Platz zu geben.
Gute Partnerin: Die Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) – sie besiedelt ähnliche kalkhaltige Schattenstandorte und bildet mit ihren ganzrandigen Blättern einen schönen Kontrast.
Der Zerbrechliche Blasenfarn (Cystopteris fragilis subsp. fragilis) gehört zur Familie der Wimperfarngewächse (Cystopteridaceae) innerhalb der Ordnung der Tüpfelfarnartigen. Er ist in Deutschland weit verbreitet und besiedelt bevorzugt frische Standorte auf kalkhaltigem oder basischem Untergrund (Reaktionswert 7). Sein natürlicher Lebensraum umfasst schattige Felsen, Mauern und feuchte Bergwälder. Morphologisch zeichnet er sich durch seine doppelt bis dreifach gefiederten, sommergrünen Wedel aus, die im Herbst früh einziehen können. Die Vermehrung erfolgt über mikroskopisch kleine Sporen, die in blasenartigen Kapseln auf der Blattunterseite sitzen.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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