Bild folgtKI-generierte IllustrationDactylorhiza traunsteineri
Auch bekannt als: Traunsteiners Knabenkraut
Wer Traunsteiners Fingerwurz (Dactylorhiza traunsteineri) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren purpurfarbenen Blütenständen und den oft dunkel gefleckten Blättern ist diese Orchidee eine echte Rarität. Für deinen Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie als Rote-Liste-Art unter strengem Schutz steht und ein Zeichen für höchste ökologische Qualität ist. Sie zeigt dir an, dass dein Gartenboden noch ein unverfälschtes, mageres Feuchtbiotop darstellt. Da sie auf ganz spezielle Standortbedingungen angewiesen ist, ist ihre Ansiedlung ein echtes Erfolgserlebnis. Wenn du eine feuchte Senke oder einen Teichrand hast, kannst du mit dieser Pflanze aktiv zum Erhalt einer bedrohten heimischen Schönheit beitragen.
Seltene Sumpf-Orchidee: Ein 12 cm hohes Juwel für deinen feuchten Gartenrand.
Traunsteiners Fingerwurz ist eine spezialisierte Zeigerpflanze, die eine hohe Qualität des Lebensraums anzeigt. Da sie in der Roten Liste mit der Kategorie 2 (stark gefährdet) geführt wird, hat jeder Standort im Garten eine hohe Bedeutung für den lokalen Artenschutz. Sie lebt in einer lebensnotwendigen Symbiose mit bestimmten Bodenpilzen, was die mikrobiologische Vielfalt in deinem Gartenboden stärkt. Obwohl keine spezifischen Bestäuberdaten für diese Art in unserer Datenbank vorliegen, leisten solche Orchideen in Feuchtgebieten oft einen wichtigen Beitrag zur strukturellen Vielfalt. Durch den Erhalt dieser Art förderst du ein ökologisches Gleichgewicht in spezialisierten Sumpfzonen, die heute in der freien Landschaft immer seltener werden.
Bitte beachte, dass Traunsteiners Fingerwurz als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Orchideenarten enthält sie Inhaltsstoffe, die nicht für den Verzehr geeignet sind und bei Hautkontakt in seltenen Fällen Reizungen verursachen können. Da sie streng geschützt ist, sollte sie ohnehin nur aus zertifizierten Gärtnereien bezogen und im Garten lediglich aus der Distanz bewundert werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.121 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze viel Licht für ihre Entwicklung benötigt.
Ellenberg Feuchte 8: Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein, ideal ist ein Platz in der Sumpfzone deines Gartenteichs.
Ellenberg Nährstoffe 2: Setze sie unbedingt in mageren (nährstoffarmen) Boden; Dünger würde die empfindliche Orchidee sofort verdrängen.
Bodenreaktion: Achte auf ein neutrales bis schwach saueres Milieu (Ellenberg 5) im Substrat.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Einsetzen ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November).
Wuchsform: Da sie nur 12 cm hoch wird, achte darauf, dass sie nicht von größeren Nachbarpflanzen beschattet wird.
Pflege: Lass die Pflanze nach der Blüte ungestört einziehen, damit die Kraft in die Knolle zurückfließen kann.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – sie besiedelt natürlich dieselben feuchten Standorte und blüht bereits vor der Orchidee.
Traunsteiners Fingerwurz gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. In Deutschland und der Schweiz ist sie heimisch, besiedelt dort aber fast ausschließlich Niedermoore (dauerhaft feuchte, nährstoffarme Moore) und kalkhaltige Sumpfwiesen. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,12 m bleibt sie recht zierlich. Auffällig sind ihre fingerförmig geteilten Wurzelknollen, die ihr den Namen gaben und als Speicherorgane dienen. Die Blätter sind meist schmal und lanzettlich geformt, was sie von anderen Orchideenarten unterscheidet.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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