Bild folgtKI-generierte IllustrationDarmera peltata
Auch bekannt als: Schildblatt
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
An den markanten, schildförmigen Blättern, die sich erst nach der Blüte auf eine Höhe von 0,4 m entfalten, ist das Schildblatt (Darmera peltata) sofort zu erkennen. In deinem Garten ist diese Staude besonders wertvoll für feuchte Standorte am Teichrand, wo sie durch ihr dichtes Laub wichtige Bodenbedeckung bietet. Da die hellrosa Blüten bereits ab April erscheinen, bereichert sie das Angebot in einer Zeit, in der viele andere Pflanzen noch ruhen. Mit ihrem Rhizom (einem waagerecht wachsenden Wurzelstock) festigt sie zudem das Ufer und unterdrückt unerwünschten Bewuchs. Du wirst sehen, wie diese unkomplizierte Pflanze mit den Jahren immer schöner wird und deinem Garten eine natürliche Struktur verleiht.
Erst die rosa Blüte, dann die großen Schirme: Ein Strukturwunder auf 0,4 m.
Die ökologische Bedeutung des Schildblatts liegt in seiner speziellen Wuchsform und der frühen Blütezeit im April und Mai. Da die Blüten vor den Blättern erscheinen, sind sie für frühe Fluginsekten leicht zugänglich. Mit ihrer konstanten Wuchshöhe von 0,4 m und den ausladenden Blättern schafft die Pflanze im Sommer ein kühles Mikroklima (kleinräumiges Klima) am Boden, das Amphibien Schutz bietet. Die Ausbreitung der Art erfolgt über den Wind, begünstigt durch das sehr geringe Samengewicht von 0,2056 mg. Als Strukturgeber an Wasserstellen trägt sie zur Stabilität von Uferbereichen bei. Mangels spezifischer Datenbankeinträge zu Bestäuberarten konzentriert sich ihr Wert auf die Lebensraumgestaltung in feuchten Gartennischen.
Das Schildblatt (Darmera peltata) ist als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher besonders darauf, wenn kleine Kinder im Garten spielen, und platziere die Pflanze außerhalb ihrer direkten Reichweite. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs von Pflanzenteilen kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten oder lichten Schatten, idealerweise direkt am Teichrand oder an einem Bachlauf.
Sorge für einen dauerhaft feuchten bis nassen, nährstoffreichen Boden; das Schildblatt verträgt keine Austrocknung.
Pflanzzeit: Setze die Staude im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Halte einen Pflanzabstand von mindestens 50 Zentimetern ein, da sich die Pflanze über ihre Wurzelstöcke ausbreitet.
Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr unterstützt die Blattentwicklung und die Blütenbildung.
Schneide die verblühten Stiele und das Laub erst im Spätwinter zurück, um das Rhizom im Winter zu schützen.
Die Wuchshöhe von genau 0,4 m macht sie zu einer idealen Pflanze für den mittleren Bereich von Uferzonen.
Gute Partnerin: Die heimische Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – sie teilt den Feuchtigkeitsbedarf und blüht zeitgleich in kräftigem Gelb.
Das Schildblatt (Darmera peltata) gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) und ist die einzige Art ihrer Gattung. Ihr natürlicher Lebensraum sind schattige Bachläufe und feuchte Bergwälder, was ihre Vorliebe für dauerfeuchte Standorte im Garten erklärt. Die Pflanze ist ein ausdauerndes, nicht verholztes Kraut, das markante, breitblättrige Laubblätter ausbildet. Eine botanische Besonderheit ist, dass die Blütenstände vor den Blättern aus dem Boden schießen. Mit einem Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,2056 mg sind die Samen so leicht, dass sie effizient durch den Wind verbreitet werden können.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →