Bild folgtKI-generierte IllustrationDiphasiastrum complanatum
Auch bekannt als: Gewöhnlicher Flachbärlapp, Gemeiner Flachbärlapp
Artengruppe
Wer den Gewöhnlichen Flachbärlapp (Diphasiastrum complanatum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen fächerförmig ausgebreiteten, abgeflachten Zweigen erinnert er an eine winzige Zypresse, die direkt aus dem Boden wächst. Da diese Art auf der Roten Liste mit der Stufe 2 (stark gefährdet) geführt wird, ist sie eine echte Besonderheit für deinen Naturgarten. Er ist ein lebendes Fossil, das schon vor Jahrmillionen die Erde besiedelte und heute als Indikator für hochwertige Bodenökosysteme gilt. Durch seine Seltenheit biestest du einer bedrohten einheimischen Art ein wichtiges Refugium. Wenn du ein Herz für botanische Raritäten hast, ist dieser kleine Überlebenskünstler genau das Richtige für dich.
Ein Stück Urzeit im Garten: Schütze den stark gefährdeten Flachbärlapp.
Obwohl für den Gewöhnlichen Flachbärlapp keine direkten Bestäubungsdaten vorliegen, erfüllt er wichtige ökologische Funktionen im Naturgarten. Als bodennaher Bewohner reguliert er das Mikroklima und schützt den Boden vor Erosion. Seine Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Diasporen (Sporen) mit einem Gewicht von 0,0 mg, die durch Wind- oder Fernausbreitung neue Lebensräume erreichen können. Da er zu den gefährdeten Arten der Stufe 2 gehört, ist jeder Gartenbestand ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Er bietet zudem einen spezialisierten Lebensraum für Bodenorganismen, die auf das saure Milieu und die beständige Bodenstruktur angewiesen sind.
Der Gewöhnliche Flachbärlapp wird als nicht kindersicher eingestuft. In der Gartenkultur gilt er als schwach giftig, weshalb du beim Umgang Vorsicht walten lassen solltest. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.112 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen halbschattigen bis schattigen Platz, der den kühlen Bedingungen eines lichten Waldes ähnelt.
Der Boden muss unbedingt sauer und sehr nährstoffarm sein; Kalk verträgt die Pflanze nicht.
Beachte die geringe Wuchshöhe von genau 0,11 m und vermeide es, ihn neben starkwüchsige Stauden zu setzen.
Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Da er eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Pilzen) benötigt, solltest du den Boden niemals düngen oder tiefgründig bearbeiten.
Achte auf eine gleichmäßige Bodenfeuchte, aber vermeide Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich).
Da er sehr langsam wächst, ist Geduld gefragt; ein Rückschnitt ist nicht notwendig und würde die Pflanze schwächen.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) – sie gedeiht unter den gleichen sauren Bodenbedingungen und bietet einen schönen optischen Rahmen.
Der Gewöhnliche Flachbärlapp gehört zur Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Nadelwälder auf sauren Böden. Morphologisch ist er durch seine farnähnliche Wuchsform ohne Verholzung und die namensgebenden, flach gedrückten Zweige charakterisiert. Er vermehrt sich nicht über Samen, sondern über winzige Sporen. Eine Besonderheit ist seine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), ohne die die Pflanze kaum überleben kann.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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