Bild folgtKI-generierte IllustrationDraba tomentosa
Auch bekannt als: Draba tomentosa Clairv., Filziges Felsenblümchen
Wer das Filz-Felsenblümchen (Draba tomentosa) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die winzige, behaarte Pflanze wächst in extrem flachen, bodennahen Polstern von nur 4 Zentimetern Höhe. Für deinen Naturgarten ist dieser Spezialist besonders wertvoll, da er ökologische Nischen an Standorten besetzt, die für die meisten anderen Arten zu trocken und karg sind. Als Pionierbesiedler bereichert er die Artenvielfalt in Steingärten oder Felsspalten und bringt ein Stück alpine Wildnis direkt zu dir nach Hause. Wenn du ein Herz für robuste, kleine Überlebenskünstler hast, ist dieses Gewächs eine wunderbare Ergänzung für deine Gartenmauer.
Alpines Juwel: Nur 4 Zentimeter hoch und ein Gigant in Sachen Trockenresistenz.
Nach aktuellen Daten zur Ausbreitungsbiologie nutzt das Filz-Felsenblümchen den Wind für den Transport seiner Samen. Das extrem geringe Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,1466 mg ermöglicht diese weite Verbreitung. In der Natur dient die Art als wichtiger Erstbesiedler von kargen Felsregionen und stabilisiert dort kleinste Humusansammlungen. Im Garten fördert sie die Biodiversität, indem sie spezialisierten Insekten der Alpinregionen eine Lebensgrundlage bietet. Da sie auch an extrem trockenen Stellen überlebt, sichert sie das Nahrungsangebot in klimatisch schwierigen Zonen deines Gartens.
Bitte beachte, dass das Filz-Felsenblümchen laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Ich empfehle dir daher, die Pflanze an Plätzen wie einer Trockenmauer oder in einer erhöhten Felsspalte zu pflanzen. Dort kann die kleine alpine Rarität sicher bewundert werden, ohne dass kleine Kinder in direkten Kontakt mit der Pflanze kommen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.044 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 9: Wähle den sonnigsten Platz im Garten, ideal ist eine vollsonnige Südlage ohne jegliche Beschattung.
Feuchte 2: Achte auf einen sehr trockenen Standort; Staunässe muss durch eine gute Drainage unbedingt vermieden werden.
Nährstoffe 2: Als Schwachzehrer (Pflanze für magere Böden) benötigt sie keinen Dünger; herkömmliche Gartenerde sollte mit Sand oder Kies abgemagert werden.
Boden: Der Untergrund sollte kalkhaltig (basisch) sein, um den natürlichen Ansprüchen der Art zu entsprechen.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei offenem Boden.
Wuchshöhe: Mit exakt 0,04 m benötigt sie einen Platz im Vordergrund, damit sie nicht von größeren Nachbarn verdrängt wird.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und erhält sich durch Selbstaussaat oft von selbst an geeigneten Stellen.
Gute Partnerin: Das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) – es hat die gleichen Standortansprüche und bietet einen schönen strukturellen Kontrast.
Das Filz-Felsenblümchen gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist eine indigene Art (einheimisch) in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Felsspalten und alpine Schuttfluren (steinige Flächen im Hochgebirge). Die Pflanze ist perfekt an extreme Bedingungen wie Kälte und intensive Sonneneinstrahlung angepasst. Als krautige Pflanze bildet sie charakteristische, breitblättrige Rosetten aus, die durch ihre Behaarung vor Verdunstung geschützt sind.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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