Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Die Sechsaugenspinne (Dysdera parthenogenetica) erkennt ihr sofort an ihrem rötlich-braun glänzenden Vorderkörper und den auffällig großen, nach vorne gerichteten Giftklauen (Chelizeren). Diese Tiere bevorzugen ein verstecktes Leben unter Steinen, Laub oder altem Holz in eurem Garten. In der Nacht verlassen sie ihre seidenen Wohngespinste, um am Boden nach Beute zu suchen. Als spezialisierte Räuber ernähren sie sich primär von Asseln und anderen bodenbewohnenden Gliedertieren. Durch ihre Jagdweise tragen sie wesentlich zur Regulierung der Kleintierpopulationen im Garten bei. Eine Besonderheit dieser Art ist die Parthenogenese (Jungfernzeugung), wodurch die Weibchen ganz ohne männliche Partner für Nachkommen sorgen können. Wenn ihr einen Steinhaufen oder liegendes Totholz im Garten belasst, bietet ihr diesen nützlichen Tieren einen idealen Lebensraum. Ihr werdet sie selten zu Gesicht bekommen, da sie das Licht meiden und sich tagsüber in geschützten Nischen verbergen. Ein naturnaher Boden mit einer gesunden Humusschicht (organische Bodensubstanz) ist die beste Unterstützung für diese nützliche Art. Eure Aufgabe als Gärtner ist es vor allem, solche ungestörten Bereiche zuzulassen. Auf den Einsatz von Pestiziden (Schädlingsbekämpfungsmitteln) solltet ihr verzichten, um die empfindliche Nahrungskette zu bewahren. So bleibt euer Garten ein stabiles Ökosystem, in dem diese spezialisierten Jäger ihren festen Platz finden.
Diese Spinne ist für den Menschen völlig harmlos und steht nicht unter besonderem Schutz. Zwar können die kräftigen Giftklauen bei unsachgemäßem Kontakt die Haut durchdringen, doch das Gift ist unbedenklich und die Tiere verhalten sich gegenüber Menschen nicht aggressiv.
Diese Art gehört taxonomisch (systematisch eingeordnet) zur Familie der Sechsaugenspinnen und besiedelt bevorzugt die Bodenstreu feuchter Standorte. Das Verbreitungsgebiet umfasst Teile Mitteleuropas mit nachgewiesenen Vorkommen in Österreich, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Die Art ist für ihre rein weibliche Fortpflanzung bekannt, was sie von den meisten anderen Spinnenarten unterscheidet. Als Bodenbewohner spielt sie eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf und bei der biologischen Schädlingskontrolle.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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