Bild folgtKI-generierte IllustrationErigeron schleicheri
Auch bekannt als: Erigeron schleicheri
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer Gaudins Berufkraut (Erigeron schleicheri) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen zierlichen Korbblüten (Blütenstand aus vielen Einzelblüten) und dem kompakten Wuchs ist es eine echte Rarität für den Garten. Diese indigenen (einheimischen) Pflanzen sind auf der Roten Liste als extrem selten (R) eingestuft und damit ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz. Besonders Edelfalter wie die Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder die Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von diesem spezialisierten Nahrungsangebot. Wenn du einen sonnigen, eher kargen Platz im Garten hast, kannst du dieser bedrohten Art ein sicheres Refugium bieten. So holst du dir ein Stück unberührte Natur direkt vor die Haustür.
Alpiner Überlebenskünstler: Ein seltener Schatz für sonnige Magerrasen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist Gaudins Berufkraut eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Gattung der Scheckenfalter nutzt die Pflanze intensiv, darunter Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) sowie Melitaea aetherie, Melitaea ornata und Euphydryas desfontainii. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wird an den Blüten beobachtet. Da die Pflanze in der freien Natur extrem selten geworden ist, fungiert jede Gartenpopulation als wertvolle Genreserve. Die Samenstände bieten zudem im Spätherbst eine kleine, aber feine Nahrungsquelle für Kleinvögel, die in mageren Habitaten nach Futter suchen.
Bitte beachte, dass Gaudins Berufkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest du die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kleinkindern pflanzen, die dazu neigen, Pflanzenteile in den Mund zu nehmen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs und bei Unsicherheit kannst du den Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit die Pflanze kräftig blüht.
Boden: Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Substrat sein (Magerboden). Mische bei Bedarf reichlich Sand oder feinen Kies unter, um Nährstoffe zu reduzieren.
Feuchtigkeit: Halte den Boden mäßig feucht (frisch), aber vermeide unbedingt Staunässe. Eine gute Drainage (Wasserabzug) ist lebensnotwendig.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die geringe Höhe von exakt 0.13 m; die Pflanze sollte nicht von größeren Nachbarn überwachsen werden.
Pflanzzeit: Setze das Kraut am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Pflege: Da sie nicht verholzt, ist kein Rückschnitt nötig. Lass die verblühten Stände über den Winter als Insektenquartier stehen.
Gute Partnerin: Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie teilt die Vorliebe für magere, sonnige Standorte und ergänzt das alpine Flair perfekt.
Gaudins Berufkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum liegt vorwiegend in alpinen oder nördlichen Regionen auf neutralen bis schwach sauren Böden. Als krautige Pflanze bleibt sie mit einer Wuchshöhe von 0.13 m sehr niedrig und bildet keine verholzenden Strukturen aus. Auffällig sind die breitblättrigen Laubblätter, die eine typische Rosette bilden können. Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine nützliche Pilzsymbiose an den Wurzeln, ist die Pflanze gut an nährstoffarme Bedingungen angepasst.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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