Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Du erkennst die Kleine Keilfleckschwebfliege an ihrem gedrungenen, bienenähnlichen Körperbau und den charakteristischen gelben Keilflecken auf dem dunklen Hinterleib. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu ihren Verwandten ist die nackte, also unbehaarte Arista – das ist die feine Borste an den Fühlern. In deinem Garten vollführt sie oft den typischen Rüttelflug, bei dem sie wie angewurzelt in der Luft stehen bleibt. Pro Jahr entwickeln sich zwei bis drei Generationen, wobei die Weibchen ihre Eier bevorzugt an nährstoffreichen Kleingewässern oder in feuchtem Kompost ablegen. Die Larven werden aufgrund ihres langen Atemrohrs als Rattenschwanzlarven bezeichnet; dieses Rohr nutzen sie wie einen Schnorchel, um in sauerstoffarmem Schlamm zu überleben. Als erwachsene Tiere besuchen sie im Frühjahr gerne die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) und im Hochsommer den Rainfarn (Tanacetum vulgare) oder die Wilde Möhre (Daucus carota). Die Überwinterung erfolgt meist im Larvenstadium oder als verpuppte Form im schützenden Boden oder Schlamm. Du kannst die Art unterstützen, indem du eine flache Wasserstelle mit etwas organischem Material am Rand gestaltest.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Die Fliege besitzt keinen Stachel und kann weder beißen noch stechen; ihre Ähnlichkeit mit einer Biene dient allein dem Selbstschutz.
Die Kleine Keilfleckschwebfliege gehört zur Familie der Schwebfliegen (Syrphidae) innerhalb der Gattung Eristalis. Sie ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und besiedelt bevorzugt offene, feuchte Lebensräume wie Wiesenränder und naturnahe Gärten. Ein besonderes Merkmal ist das fast vollständig hell bestäubte Gesicht ohne breiten schwarzen Mittelstreifen. Als harmlose Bienen-Nachahmerin nutzt sie die Mimikry, also die täuschende Ähnlichkeit mit wehrhaften Insekten, um Fressfeinde abzuschrecken.
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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