Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Unverwechselbar ist Heriaeus horridus an ihrem hellgrünen Körper, der mit auffälligen, langen und steifen Borsten besetzt ist. Diese Setae (Borsten) dienen der Sinneswahrnehmung und verleihen ihr ein fast pelziges Aussehen. Die Weibchen erreichen etwa acht bis elf Millimeter, während die Männchen deutlich kleiner bleiben. Diese Krabbenspinne baut kein Netz, sondern lauert auf Blüten auf Beute wie die Schwebfliege (Episyrphus balteatus) oder Wildbienen wie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta). Die Eiablage erfolgt im Frühsommer in einem festen Gespinst an Pflanzenteilen. Die Jungen schlüpfen noch im selben Jahr und häuten sich mehrfach, bevor sie als halbwüchsige Tiere überwintern. Im Garten kannst du sie unterstützen, indem du verblühte Stauden wie die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) oder den Gewöhnlichen Hornklee (Lotus corniculatus) bis zum Frühjahr stehen lässt. Dort finden sie im Winter Schutz in der Bodenstreu oder an trockenen Stängeln. Ein naturnaher Garten mit heimischen Blühpflanzen bietet ihnen den nötigen Lebensraum und ein reiches Nahrungsangebot.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Ihr Giftapparat ist viel zu klein, um die menschliche Haut zu durchdringen, und sie verhält sich gegenüber Menschen rein defensiv und flüchtet bei Störung.
Heriaeus horridus gehört zur Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae) und ist in den warmen Regionen Europas weit verbreitet. Ihre Lebensweise ist die eines Lauerjägers, der durch die grüne Färbung perfekt an das Leben auf Blättern und Blüten angepasst ist. Charakteristisch sind die seitlich gerichteten vorderen Beinpaare, die eine flinke Bewegung in alle Richtungen ermöglichen. Als wärmeliebende Art besiedelt sie bevorzugt sonnige Saumstrukturen und Trockenrasen. Im Garten ist sie ein nützlicher Mitbewohner, der zur natürlichen Regulation von Insektenbeständen beiträgt.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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