Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Empididae
heimisch Deutschland
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Hast du schon einmal kleine, dunkle Fliegen beobachtet, die in dichten Schwärmen knapp über deinem Gartenteich oder über feuchten Gartenwegen hin- und herpendeln? Das ist sehr wahrscheinlich die Keilfleck-Tanzfliege. Ihr Name rührt von ihrem charakteristischen Flugverhalten her. Die Männchen dieser Art vollbringen eine biologische Besonderheit: Sie besitzen an ihren Vorderbeinen verdickte Tarsenglieder – das sind die letzten Abschnitte der Beine, vergleichbar mit unseren Zehengliedern –, in denen sich Spinndrüsen befinden. Mit dieser Seide verpacken sie kleine Insekten als Beutegeschenk. Dieses Paket übergeben sie während des Fluges an ein Weibchen. Während sie mit dem Fressen beschäftigt ist, erfolgt die Paarung. In deinem Garten sind sie nützliche Mitbewohner, da sie als Räuber andere kleine Insekten regulieren.
Diese Tanzfliegen sind für den Menschen und für deine Gartenpflanzen vollkommen harmlos. Sie stechen nicht und übertragen keine Krankheiten. Da sie sich von anderen Insekten ernähren, sind sie wertvolle Helfer bei der natürlichen Schädlingsregulierung. Um sie zu fördern, solltest du auf den Einsatz von Insektiziden (chemische Mittel zur Insektenvernichtung) konsequent verzichten. Ein kleiner Gartenteich oder eine stets feuchte, mit Laub bedeckte Ecke im Garten bietet ihnen den notwendigen Lebensraum. Die Larven sind auf eine ungestörte Bodenstruktur angewiesen, weshalb du Bodenverdichtungen in feuchten Bereichen vermeiden solltest.
Hilara cuneata gehört zur Familie der Empididae (Tanzfliegen) innerhalb der Ordnung der Diptera (Zweiflügler). Ein wesentliches Merkmal der Gattung Hilara ist die Produktion von echter Seide durch die Männchen, was im Insektenreich außerhalb der Spinnentiere oder Raupen selten ist. Die Larven dieser Art leben räuberisch im feuchten Boden oder in moderndem Pflanzenmaterial. Dort ernähren sie sich von anderen Kleinstlebewesen und tragen zur Humusbildung bei. Die erwachsenen Tiere bevorzugen als Lebensraum die unmittelbare Nähe von Gewässern oder schattige, feuchte Gartenbereiche, da ihre Beutetiere dort besonders zahlreich vorkommen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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