Bild folgtKI-generierte IllustrationLegousia hybrida
Auch bekannt als: Kleiner Frauenspiegel, spéculaire hybride, petite spéculaire, Kleiner Venusspiegel
Du erkennst den Kleinblütigen Frauenspiegel an seinen zierlichen, violetten Blüten, die oft kleiner sind als die langen, grünen Kelchblätter, und an seinem aufrechten Wuchs. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,14 m ist er ein eher unauffälliger, aber ökologisch wertvoller Gast im Garten. Als Art der Roten Liste 2 ist er bei uns stark gefährdet und findet in der modernen Landwirtschaft kaum noch Platz. Du leistest mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Erhalt unserer ursprünglichen Ackerbegleitflora auf Kalkböden. Trau dich ruhig an diesen seltenen Archäophyten (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde) heran – er ist ein Juwel für jeden Naturgarten. Zeige deinen Nachbarn, dass auch die kleinsten Pflanzen eine große Rolle für die Artenvielfalt spielen.
Rote-Liste-Juwel: Schütze den seltenen 14-cm-Frauenspiegel in deinem Garten.
Da für diese Art in den vorliegenden Datensätzen keine spezifischen Tierbeziehungen hinterlegt sind, liegt ihr größter Wert in der Förderung der botanischen Artenvielfalt. Als stark gefährdete Pflanze der Roten Liste 2 ist ihr Erhalt im Garten ein direkter Beitrag zum regionalen Artenschutz. Die Samen sind mit 0,2406 mg extrem leicht und nutzen den Wind für ihre Fernausbreitung in deinem Garten. In der freien Natur ist sie ein fester Bestandteil der gefährdeten Ackerwildkraut-Gemeinschaften auf Kalkböden. Mit dem Anbau schaffst du ein wichtiges Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für seltene Pflanzen. Jede einzelne Pflanze hilft dabei, das Aussterben dieser geschichtsträchtigen Art in Mitteleuropa zu verhindern.
Beachte bitte, dass der Kleinblütige Frauenspiegel laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle dokumentiert sind, sollten Kinder und Haustiere nicht an der Pflanze knabbern. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.141 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7) für die Aussaat oder Pflanzung.
Der Boden sollte kalkhaltig bis basisch sein (Reaktionswert 7), da die Pflanze Säure meidet.
Ein normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Mittelzehrer) ist vollkommen ausreichend.
Achte auf eine mäßig feuchte bis frische Bodenbeschaffenheit (Feuchtewert 4).
Pflanze oder säe idealerweise im April oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Mit einer Wuchshöhe von nur 0,14 m eignet sich die Pflanze perfekt für den vorderen Rand von Beeten.
Lasse die verblühten Triebe im Juli stehen, damit sich die leichten Samen (0,2406 mg) selbst aussäen können.
Gute Partnerin: Feld-Rittersporn (Consolida regalis) – beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige Kalkstandorte und historische Ackergesellschaften.
Legousia hybrida gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Die Art wächst natürlicherweise auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und kalkreichen Äckern der Region. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre krautige Wuchsform und die charakteristischen, breitblättrigen Laubblätter aus. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal sind die im Verhältnis zu den Kelchblättern sehr kurzen Kronblätter der Blüte. Als lichtliebende Art ist sie optimal an sonnige Standorte angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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