Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum ockendonii
Auch bekannt als: Linum ockendonii
Schon von weitem faellt der Ockendon-Lein (Linum ockendonii) durch seine zierlichen, aufrechten Stängel und die fuer Leingewaechse typischen, filigranen Blueten auf. Als Spezialist fuer kuehlere, kalkreiche Standorte ist er im Naturgarten eine wertvolle Ergaenzung, um karge Flaechen oekologisch aufzuwerten. Da er ausschliesslich auf mageren Boeden gedeiht, foerdert er eine spezialisierte Flora, die in intensiv genutzten Landschaften kaum noch Platz findet. Mit seiner Vorliebe fuer sonnige, alpine Bedingungen bringt er ein Stueck Bergwelt direkt in dein Beet. Wenn du einen Steingarten oder eine Trockenmauer hast, triffst du mit ihm genau die richtige Wahl.
Der kalkliebende Lichtblick: Ein robuster Spezialist fuer karge Sonnenplaetze.
Nach aktuellen oekologischen Daten spielt dieser Lein eine wichtige Rolle in der Bodenbiologie, da er eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (vom Typ AM) eingeht. Diese Pilzgemeinschaft unterstuetzt die Naehrstoffaufnahme auf kargen Boeden und staerkt das gesamte Bodennetzwerk. Da die Art als Schwachzehrer (Magerpflanze) eingestuft ist, traegt sie massgeblich zur floristischen Vielfalt bei, indem sie Nischen besetzt, in denen starkwuechsige Pflanzen nicht ueberleben. In deinem Garten fungiert er als wichtiger Trittstein fuer die Vernetzung kalkliebender Pflanzengesellschaften.
Bitte beachte, dass der Ockendon-Lein (Linum ockendonii) nicht als kindersicher eingestuft wird. In Gaerten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du ihn daher mit Bedacht platzieren. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Licht: Waehle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 9), da die Pflanze keine Beschattung vertraegt.
Boden: Der Untergrund muss mager sein (Schwachzehrer); vermeide jede Form von Duengung.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionszahl 9), mische bei Bedarf Kalksplitt ein.
Feuchtigkeit: Halte den Boden maessig frisch (Feuchtezahl 4), vermeide aber unbedingt Staunaesse durch gute Entwaesserung.
Temperatur: Ideal sind eher kuehle oder hoeher gelegene Plaetze, da die Pflanze an niedrige Durchschnittstemperaturen angepasst ist.
Pflanzzeit: Setze den Lein am besten im Fruehjahr (Maerz bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Bodenvorbereitung: Magere fetten Gartenboden mit Sand oder feinem Kies ab, um die Naehrstoffkonzentration zu senken.
Gute Partnerin: Der Wundklee (Anthyllis vulneraria) ist ein idealer Nachbar, da er aehnliche Ansprueche an Kalk und Naehrstoffarmut stellt.
Der Ockendon-Lein (Linum ockendonii) gehoert zur Familie der Leingewaechse (Linaceae) und ist innerhalb Deutschlands heimisch. Er besiedelt bevorzugt Standorte, die als Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) oder alpine Steingemengelfluren bekannt sind. Morphologisch besticht die Art durch ihre schmalen, wechselstaendigen Blaetter und die symmetrischen Blueten. Als Schwachzehrer (Pflanze, die an extrem naehrstoffarme Bedingungen angepasst ist) ist er ein Indikator fuer ungestoerte, basenreiche Boeden in eher kuehleren Klimalagen.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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