
Lutra lutra
Auch bekannt als: Eurasischer Fischotter, Europäischer Fischotter, Otter, Fischotter
Unverwechselbar macht den Fischotter (Lutra lutra) sein bis zu 120 Zentimeter langer, walzenförmiger Körper mit dem dichten, braunen Fell und dem kräftigen Ruderschwanz. Er jagt als ausdauernder Verfolger vor allem im Wasser nach Fischen wie Tilapia (Tilapia) oder dem Schlangenkopffisch (Channa argus) und erbeutet geschickt Garnelen (Penaeus) oder Krabben (Brachyura). Auch Wirbeltiere (Chordata) wie Amphibien (Amphibia), Vögel (Aves) und kleine Säuger wie Meerschweinchen (Cavia) oder Chinchillas (Chinchillidae) gehören zu seinem Speiseplan. Selbst winzige Muschelkrebse (Physocypria, Cypridopsis vidua) sowie Insekten (Insecta) und Schnauzenschnecken (Bithynia) werden von ihm gefressen. Der Fischotter bewohnt saubere Gewässerlandschaften und ist meist dämmerungs- oder nachtaktiv. Er hält keine Winterruhe – also keine Phase reduzierter Aktivität –, sondern bleibt das ganze Jahr über auf Jagd. Falls dein Garten an ein Fließgewässer grenzt, kannst du ihn durch den Erhalt natürlicher Uferstrukturen unterstützen. Er ist ein sehr scheuer Gast, den du am ehesten an seinen fünfzehigen Trittsiegeln – den Pfotenabdrücken im Schlamm – erkennst.
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Das Tier ist nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) streng geschützt. Bei einer Begegnung zieht sich der scheue Schwimmer meist sofort zurück, sodass kein direktes Handeln deinerseits nötig ist. Verwechslungen mit kleineren Arten werden durch seinen massiven Körperbau vermieden.
Der Fischotter gehört zur Familie der Marderartigen (Mustelidae) innerhalb der Ordnung der Raubtiere (Carnivora). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt saubere Flüsse und Seen. Mit einer Gesamtlänge von bis zu 120 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 12 Kilogramm ist er eines der größten einheimischen Raubtiere in unseren Gewässern. Von anderen wasserlebenden Säugern wie dem Nutria unterscheidest du ihn durch das Fehlen der orangefarbenen Nagezähne und seinen flachen, behaarten Kopf.
50 dokumentierte Beutetiere und Nahrungsquellen (GloBI)
Quelle: Global Biotic Interactions (GloBI) — Poelen et al. (2014), CC BY
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © COPYRIGHT ALL RIGHTS RESERVED / Adobe Stock / AdobeStock_1422037789
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