Bild folgtKI-generierte IllustrationMittlerer Wasserschlauch
Wer den Mittleren Wasserschlauch (Utricularia intermedia) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Auffällig sind seine leuchtend gelben Blüten, die wie kleine Orchideen an langen Stielen über die Wasseroberfläche ragen, während der Rest der Pflanze im Wasser schwebt. In deinem Naturgarten ist er ein faszinierender Spezialist für den Moorteich, da er als Fleischfresser Kleinstlebewesen wie Mückenlarven kontrolliert und so das biologische Gleichgewicht unterstützt. Auch wenn uns für diese seltene Art noch keine spezifischen Daten zu profitierenden Insekten vorliegen, bereichert er die aquatische Vielfalt enorm. Wenn du ein Faible für botanische Besonderheiten hast, ist dieser Überlebenskünstler genau das Richtige für dich.
Smarter Jäger im Moorteich: Der gelbe Wasserschlauch fängt Mückenlarven.
Als fleischfressende Wasserpflanze besetzt der Mittlere Wasserschlauch eine wichtige ökologische Nische in deinem Gartenökosystem. Er reguliert die Populationen von Wasserflöhen und Mückenlarven, was die Wasserqualität stabilisiert und Plagen eindämmt. Da er eine Verbindung mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen eingeht, stärkt er das komplexe Geflecht aus Boden- und Wasserorganismen. Auch wenn konkrete Bestäuberdaten in unseren Beständen noch fehlen, bieten seine Blüten Nektar für spezialisierte Fluginsekten der Moorlandschaften. Er ist ein wichtiger Indikator für intakte, nährstoffarme Lebensräume und fördert so indirekt die Ansiedlung seltener Begleitarten. Mit ihm schützt du ein Stück bedrohte heimische Natur.
Der Mittlere Wasserschlauch wird als nicht kindersicher eingestuft. Aufgrund seiner speziellen Biologie als fleischfressende Pflanze und seiner Seltenheit sollte darauf geachtet werden, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Im Falle eines versehentlichen Verschluckens ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle für den Wasserschlauch einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz in einem Moorkübel oder am Rand eines nährstoffarmen Teichs.
Nutze ausschließlich kalkfreies Wasser, idealerweise reines Regenwasser, da die Pflanze sehr empfindlich auf hartes Wasser reagiert.
Verwende als Substrat ein Gemisch aus Sand und ungedüngtem Torfersatz, um den nährstoffarmen, sauren Charakter eines Moores nachzubilden.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai, indem du die Pflanzenteile vorsichtig ins Wasser legst.
Sorge für einen stabilen Wasserstand, da die Pflanze niemals vollständig austrocknen darf.
Verzichte komplett auf Dünger; die Pflanze versorgt sich über ihre Fangblasen selbst mit Nährstoffen.
Im Herbst bilden sich Turionen (Winterknospen), die auf den Grund sinken – lass diese dort ungestört überwintern.
Gute Partnerin: Die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) – sie liebt die gleichen sauren Bedingungen am Teichrand.
Der Mittlere Wasserschlauch gehört zur Familie der Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Schlenken (wassergefüllte Vertiefungen in Mooren) und nährstoffarme Moorweiher. Morphologisch ist er hochspezialisiert: Er besitzt grüne Triebe für die Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht) und farblose Triebe im Schlamm, die mit Fangblasen ausgestattet sind. Eine Besonderheit ist die Bindung an Arbuskuläre Mykorrhizapilze (eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), was für Wasserpflanzen ungewöhnlich ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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