Bild folgtKI-generierte IllustrationMoltkia suffruticosa
Auch bekannt als: Moltkia suffruticosa
Unverwechselbar ist die Moltkia (Moltkia suffruticosa) durch ihren niedrigen, fast polsterartigen Wuchs und die verholzenden Triebe, an denen sich schmale, silbrig-grüne Blätter drängen. Dieser kleine Strauch ist ein hochspezialisierter Bewohner von Felsspalten und trockenen Hängen, der im Naturgarten vor allem durch seine Robustheit gegenüber Hitze besticht. In ihrem natürlichen Lebensraum, dem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), dient sie als wichtige Energiequelle für spezialisierte Bestäuber, die auf karge Standorte angewiesen sind. Auch wenn sie nur klein bleibt, ist sie ein wertvoller Charakterkopf für Mauerkronen und Steingärten. Wenn du einen vollsonnigen, mageren Platz hast, zeigst du mit dieser Art echtes Fingerspitzengefühl für die Standortvielfalt.
Ein zäher Zwerg: Nur 17 cm groß, aber ein Gigant für heiße Steingärten.
Die Moltkia fungiert als wertvolle Nektarquelle in extremen Trockenlagen, in denen viele andere Pflanzenarten während der Sommermonate bereits kapitulieren. Durch ihren verholzten Wuchs bietet sie eine dauerhafte Struktur in Steingärten und dient als Trittsteinbiotop (vernetzendes Element zwischen Lebensräumen) für Insektengruppen der Trockenrasen. Da sie im Winter ihre Struktur behält, bietet sie zudem wertvollen Schutz für Kleinstlebewesen in Felsritzen. Ihr ökologischer Beitrag liegt vor allem in der Besiedlung von Nischen, die für die meisten heimischen Wildpflanzen zu nährstoffarm und trocken sind, wodurch sie die lokale Biodiversität in Extremstandorten stützt.
Die Moltkia wird als nicht kindersicher eingestuft. In Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren sollte sie daher an einen unzugänglichen Platz, wie etwa eine erhöhte Mauerkrone, gepflanzt werden. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.168 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise in einem Alpinum (Steingarten für Gebirgspflanzen) oder auf einer Trockenmauer.
Boden: Das Substrat muss extrem durchlässig und kalkreich sein; Staunässe führt unweigerlich zu Wurzelfäule.
Pflanzzeit Frühling: Ideal von März bis Mai, damit der Zwergstrauch vor dem ersten Frost sicher einwurzeln kann.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November möglich, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflanzabstand: Setze die Pflanzen mit etwa 20 cm Abstand, um über die Jahre dichte Polster zu erhalten.
Bodenvorbereitung: Den Boden mit reichlich Kalksplitt oder Schotter magern (Nährstoffgehalt senken), um die kargen Bergstandorte zu simulieren.
Pflege: Ein Rückschnitt ist kaum erforderlich; lediglich verblühte Triebe können im Spätsommer zur Formgebung leicht eingekürzt werden.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige, trockene Standorte und ergänzt die Moltkia ökologisch perfekt.
Die Moltkia (Moltkia suffruticosa) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist botanisch als Zwergstrauch einzuordnen. Ursprünglich beheimatet in den südlichen Kalkalpen, besiedelt sie dort extrem sonnenexponierte Lagen und kalkreiche Felsformationen. Eine morphologische Besonderheit ist der hohe Verholzungsschutz der Triebe, der sie widerstandsfähig gegen Austrocknung macht. Ihre Blätter sind breitblättrig, wirken jedoch schmal und behaart, was den Verdunstungsschutz in ihrem Habitat (natürlicher Lebensraum) optimiert. Mit einer exakten Wuchshöhe von 0,17 m gehört sie zu den kleinsten verholzenden Arten der Region.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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