Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Ein auffälliger schwarzer Fleck auf der ersten Rückenflosse kennzeichnet die Schwarzmund-Grundel (Neogobius melanostomus) als unverwechselbaren Bodenbewohner. Dieser Fisch besitzt einen bulligen Kopf mit hoch angesetzten Augen und erreicht meist eine Länge von bis zu 25 Zentimetern. In Deinem Gartenteich wirst Du ihn vermutlich nur entdecken, wenn dieser einen direkten Zufluss aus einem größeren Fließgewässer hat. Das Tier verbringt die meiste Zeit am Grund, wo es sich zwischen Steinen oder in Spalten versteckt. Als Generalist (Lebewesen ohne spezialisierte Ernährungsweise) sucht die Grundel den Gewässerboden nach Nahrung ab. Dort frisst sie vor allem wirbellose Kleintiere und kleine Muscheln, die sie mit ihren kräftigen Kiefern zerkleinert. Die Männchen zeigen während der Fortpflanzungszeit eine dunkle, fast schwarze Färbung und bewachen ihre Gelege sehr aggressiv. In der ökologischen Nahrungskette dient die Art größeren Raubfischen als wichtige Beute. Falls Du ein solches Tier im Teich beobachtest, deutet dies auf eine gute Vernetzung mit natürlichen Wasserwegen hin. Du solltest darauf achten, dass der Boden Deines Teichs ausreichend Versteckmöglichkeiten wie Steinhaufen oder Wurzeln bietet. Ein Eingreifen ist nicht erforderlich, da die Art als Teil der heimischen Fischfauna gilt.
Für den Menschen ist dieser Fisch völlig harmlos und besitzt keine Giftstacheln oder ähnliche Abwehrmechanismen. Es gibt keine speziellen Verbote für den Umgang mit diesem Tier im privaten Gartenteich. Als heimische Art unterliegt sie den allgemeinen fischereirechtlichen Bestimmungen der jeweiligen Region.
Die Schwarzmund-Grundel gehört zur Familie der Grundeln (Gobiidae) innerhalb der Gruppe der Wirbeltiere. Sie ist in Deutschland heimisch und besiedelt vorzugsweise die Uferzonen größerer Flüsse und Kanäle. Dieser Fisch ist ein typischer Bodenbewohner, der sich mithilfe seiner zu einer Saugscheibe verwachsenen Bauchflossen am Untergrund festhalten kann. Er bevorzugt steinige oder sandige Habitate (Lebensräume), in denen er ausreichend Deckung vor Fressfeinden findet.
•Friedrichs-Manthey et al. (2023) — Harmonised Freshwater Fish Occurrence Data für 12 Bundesländer, Leibniz Institute for the Analysis of Biodiversity Change (LIB), GBIF, DOI: 10.15468/c75fky (CC BY 4.0)
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