Bild folgtKI-generierte IllustrationPhleum rhaeticum
Auch bekannt als: Alpenlieschgräs
Typisch für das Graubündener Lieschgras (Phleum rhaeticum) sind seine dichten, walzenförmigen Blütenstände, die im Sommer stabil über den schmalen Blättern thronen. Wer dieses Gras einmal im Garten hat, schätzt seine Unkompliziertheit an Standorten, die anderen Gräsern zu frisch oder zu kühl sind. Es bringt die urwüchsige Atmosphäre alpiner Fettwiesen (nährstoffreiche Bergwiesen) direkt in dein grünes Reich. Auch ohne speziellen Nektarwert bietet es als Strukturelement wertvollen Lebensraum für viele nützliche Bodenbewohner. Schau doch mal, ob du in deinem Garten eine Stelle hast, die mehr Bergwiesen-Charakter vertragen könnte.
Alpiner Charme für frische Gärten: Ein robustes Gras mit markantem Charakter.
Da für dieses Gras keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, steht sein Wert als Strukturbildner im Vordergrund. Die dichten Blattbüschel dienen als Versteck und Brutstätte für bodennah lebende Insekten wie Laufkäfer oder kleine Spinnen. In naturnahen Wiesen bietet der horstige Wuchs (büschelartige Wuchsform) Schutz für Amphibien vor sommerlicher Hitze und Austrocknung. Die Samenstände können im Winter von Vögeln als kleine Futterquelle genutzt werden, sofern sie über der Schneedecke stehen bleiben. Durch seine Herkunft aus alpinen Regionen fördert es die biologische Vielfalt besonders in Gärten in höheren oder kühleren Lagen.
Nach den vorliegenden Daten ist das Graubündener Lieschgras nicht als explizit kindersicher eingestuft. Zwar sind keine giftigen Inhaltsstoffe für Mensch oder Tier bekannt, doch die Halme können wie bei vielen Gräsern scharfkantig sein. Achte daher darauf, wenn kleine Kinder im Garten spielen, um oberflächliche Schnittwunden zu vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz für das Gras (Ellenberg Licht 8), da es viel direkte Strahlung für eine kräftige Halmbildung benötigt.
Sorge für einen frischen Boden (Ellenberg Feuchte 5), der mäßig feucht ist und auch im Sommer nicht vollständig austrocknet.
Da die Pflanze ein Starkzehrer (nährstoffliebende Pflanze, Ellenberg Nährstoffe 7) ist, solltest du den Boden mit Kompost oder organischem Dünger versorgen.
Der ideale Standort hat eine neutrale bis schwach saure Bodenreaktion (Ellenberg Reaktion 6).
Pflanze das Gras im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Halte beim Pflanzen einen Abstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern ein, damit sich die Horste gut ausbreiten können.
Schneide die vertrockneten Halme erst im Frühjahr zurück, um Insekten einen geschützten Überwinterungsplatz zu bieten.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) — sie gedeiht ebenfalls auf nährstoffreichen, frischen Böden und setzt einen schönen farblichen Kontrast.
Das Graubündener Lieschgras gehört zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales) und zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Es ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland und der Schweiz, deren natürlicher Verbreitungsschwerpunkt in den kühleren Gebirgslagen liegt. Dort besiedelt es bevorzugt neutrale bis schwach saure Böden in Fettwiesen und Weiden. Morphologisch zeichnet es sich durch einen horstigen Wuchs (in Büscheln wachsend) und die für die Gattung charakteristischen, sehr kompakten Ährenrispen (Blütenstände mit ungestielten Blüten) aus.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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