Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus integerrimus
Auch bekannt als: Ranunculus integerrimus
An seinen ganzrandigen, also ungeteilten Blättern lässt sich der Ganzrandige Gold-Hahnenfuß (Ranunculus integerrimus) sofort erkennen. Im Gegensatz zu vielen Verwandten sind seine Blattränder glatt und nicht tief eingeschnitten. Da diese Art auf der Roten Liste als stark gefährdet (Kategorie 2) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt. Er ist ein Spezialist für schattige Gartenbereiche, in denen viele andere Pflanzen nur schwer gedeihen. Mit seinen leuchtend gelben Blüten bringt er bereits im April Licht in dunkle Ecken. Wenn du einen nährstoffreichen Schattenplatz im Garten hast, ist dieser seltene Gast eine wunderbare Bereicherung für dich.
Seltener Schattenstar: Schütze diese gefährdete Wildpflanze (Rote Liste 2).
Der ökologische Wert dieser Pflanze bemisst sich vor allem an ihrer Seltenheit; sie zählt mit dem Status der Roten Liste 2 zu den bedrohten botanischen Schätzen unserer Region. Da für diese spezifische Art derzeit keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, dient sie im Garten als wichtiges Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für die Flora schattiger Standorte. Als Mitglied der Hahnenfußgewächse bietet sie mit ihren offenen Schalenblüten allgemein zugänglichen Pollen für frühfliegende Käfer und Fliegen an. Durch die Ansiedlung im Garten förderst du eine Pflanze, die in der freien Natur kaum noch Rückzugsräume findet. Sie fungiert zudem als Zeigerpflanze für nährstoffreiche, frische Bodenstellen. Du schützt damit aktiv ein Stück regionales Naturerbe vor dem Verschwinden.
Der Ganzrandige Gold-Hahnenfuß ist in allen Pflanzenteilen giftig. Er enthält Protoanemonin, das bei Hautkontakt Reizungen auslösen und bei Verschlucken zu Vergiftungen führen kann. Er ist daher nicht für Gärten mit kleinen Kindern geeignet. Bei Notfällen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen schattigen Platz (Lichtwert 3), idealerweise im Unterwuchs von Laubgehölzen oder an der Nordseite von Gebäuden.
Boden: Der Boden muss nährstoffreich sein (Starkzehrer). Eine Gabe reifer Kompost vor der Pflanzung ist empfehlenswert.
Feuchtigkeit: Achte auf eine gleichmäßig frische Bodenfeuchte (Feuchtewert 6). Vermeide jedoch dauerhafte Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionswert 5) ist für die Entwicklung optimal.
Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam; ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da sie sich nach der Samenreife oft von selbst zurückzieht.
Vermehrung: An zusagenden Stellen versamt sich die Art moderat selbst.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind das Echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) oder die Haselwurz (Asarum europaeum), da sie dieselben Ansprüche an Schatten und Nährstoffe teilen.
Der Ganzrandige Gold-Hahnenfuß gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) innerhalb der Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales). Er ist in Deutschland indigen (ursprünglich einheimisch), gilt jedoch aufgrund schwindender natürlicher Lebensräume als stark gefährdet. Sein typischer Lebensraum umfasst schattige, mäßig warme Standorte mit frischen bis mäßig feuchten Bodenverhältnissen. Ein morphologisches Erkennungsmerkmal sind die ungeteilten Grundblätter, die ihm seinen Namen gaben. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) bevorzugt er Standorte, die reich an Stickstoff und organischem Material sind.
3 Videos zu Ganzrandiger Gold-Hahnenfuß
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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