Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus parnassifolius
An ihren fast herzförmigen, fleischigen Blättern lässt sich der Herzblättrige Hahnenfuß sofort erkennen. Mit einer Wuchshöhe von lediglich 0,09 m gehört er zu den kleinsten und spezialisiertesten Vertretern seiner Gattung im Garten. Da diese Pflanze mit der Roten Liste 1 als vom Aussterben bedroht eingestuft wird, leistest Du mit ihrer Kultur einen direkten Beitrag zum Artenschutz. Auch wenn für diese seltene Art keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bereichert sie als Indigen (eine bei uns ursprünglich heimische Art) die genetische Vielfalt Deines Gartens erheblich. Wenn Du eine Vorliebe für alpine Kostbarkeiten hast, ist dieser kleine Überlebenskünstler genau das Richtige für Dich.
Rettung auf 9 Zentimetern: Hol Dir ein vom Aussterben bedrohtes Alpen-Juwel.
Der Herzblättrige Hahnenfuß ist ökologisch vor allem aufgrund seiner extremen Seltenheit bedeutsam. Da er in der Natur vom Aussterben bedroht ist (Rote Liste 1), dient jede Gartenpopulation als potenzielles Refugium für diese bedrohte Art. Als einheimischer Gebirgsbewohner ist er perfekt in das lokale Ökosystem integriert. Auch ohne vorliegende quantitative Nektardaten bietet er als Frühblüher eine wichtige Nahrungsquelle für alpine Insekten wie spezialisierte Schwebfliegen oder Käfer, die an das raue Gebirgsklima angepasst sind. Durch seine Kultur förderst Du die Artenvielfalt auf kleinstem Raum und erhältst ein Stück alpines Erbe. Er ist ein stiller, aber wichtiger Akteur im Netzwerk der alpinen Biodiversität.
Bitte beachte, dass der Herzblättrige Hahnenfuß in allen Pflanzenteilen giftig ist und den Wirkstoff Protoanemonin enthält. Bei Hautkontakt kann es zu Reizungen kommen, bei Verzehr besteht Vergiftungsgefahr; die Pflanze ist daher nicht kindersicher. Trage beim Hantieren mit der Pflanze vorsichtshalber Handschuhe. Im Falle einer versehentlichen Einnahme kontaktiere bitte sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.091 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, die Pflanze benötigt mindestens 6 Stunden direkte Sonne am Tag.
Boden: Der Untergrund muss sauer sein (Reaktion 3); verwende für die Pflanzung kalkfreies Substrat wie Urgesteinssplitt.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Naehrstoffe 2) benötigt er einen sehr mageren Boden, verzichte daher komplett auf Düngergaben.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat frisch (mäßig feucht), achte aber durch eine Kiesschicht auf eine perfekte Drainage, um Staunässe zu vermeiden.
Temperatur: Da er Kälte liebt (Temperatur 3), ist er vollkommen winterhart und fühlt sich in kühleren Gartenlagen besonders wohl.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchs: Mit nur 0,09 m Höhe ist er ideal für Tröge oder den Vordergrund im Steingarten geeignet.
Vermehrung: Er lässt sich durch Selbstaussaat vermehren, was Du bei dieser gefährdeten Art unbedingt fördern solltest.
Gute Partnerin: Kochscher Enzian (Gentiana acaulis) – er teilt die Vorliebe für saure, magere Böden und ergänzt das alpine Bild im Frühsommer.
Der Herzblättrige Hahnenfuß (Ranunculus parnassifolius) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt in den Hochgebirgen wie den Alpen, wo er vor allem auf Silikatmagerrasen (nährstoffarme Wiesen auf kalkfreiem Gestein) und Schutthalden vorkommt. Typisch für diesen Standortspezialisten ist die Anpassung an sehr kühle, alpine Temperaturen und saure Bodenverhältnisse. Mit seinem kompakten Wuchs von 0,09 m bleibt er sehr nah am Boden, um sich vor extremen Witterungseinflüssen zu schützen. Er gilt in Deutschland als extrem selten und ist ein charakteristisches Element der alpinen Flora.
3 Videos zu Herzblättriger Hahnenfuß
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →