Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus martensenii
Auch bekannt als: Rubus martensenii, Martensen-Brombeere
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Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt Martensens Haselblattbrombeere (Rubus martensenii) durch ihre namensgebenden, haselnussähnlichen Blätter auf. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle im Artenschutz, da sie auf der Roten Liste (Kategorie 3: gefährdet) steht und somit als schützenswert gilt. Besonders der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) findet bei ihr eine lebensnotwendige Grundlage. Da sie indigen (ursprünglich heimisch) ist, fügt sie sich perfekt in unsere regionalen Ökosysteme ein. Wenn du ihr ein Plätzchen am Gebüschrand gibst, schaffst du ein echtes Refugium für seltene Falter. Trau dich an diese Rarität, sie ist robuster, als man denkt.
Rote-Liste-Art und wertvolle Tankstelle für seltene Würfel-Dickkopffalter.
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Diese Brombeere ist eine Lebensversicherung für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen Falter wie der Roser-Würfel-Dickkopffalter (Spialia rosae) und der Südliche Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) gezielt ihre Blüten an. Auch für seltene Gäste wie den Gelbbunten Dickkopffalter (Muschampia tessellum) oder den Arktischen Perlmuttfalter (Boloria polaris) ist sie eine wertvolle Ressource. Die Kombination aus Nektarquelle und Schutzraum macht sie zu einem Kernbestandteil im Naturgarten. Da sie als indigen (einheimisch) gilt, unterstützt sie genau die Insekten, die in unserer Kulturlandschaft heute am stärksten bedroht sind.
Bitte sei vorsichtig bei der Standortwahl, da die Pflanze aufgrund ihrer Stacheln als nicht kindersicher eingestuft wird. Für kleine Kinder oder Haustiere besteht eine Verletzungsgefahr beim Spielen in der Nähe des Strauchs. Eine Giftigkeit ist nicht bekannt, aber die mechanische Abwehr durch die Stacheln sollte bei der Gartenplanung berücksichtigt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8) für ein gesundes Wachstum.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) gedeiht sie am besten in normalem Gartenboden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide jedoch Staunässe.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Standort (Reaktionswert 6) ist ideal.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Beachte bei der Standortwahl, dass die Pflanze nicht als kindersicher gilt, da sie brombeertypische Stacheln besitzt.
Vermehrung: Die Art breitet sich über Ausläufer aus; bei Bedarf kannst du sie im Spätwinter zurückschneiden.
Gute Partnerin: Haselnuss (Corylus avellana) — beide teilen die Vorliebe für frische Waldrandstandorte und bilden gemeinsam einen wertvollen Vogelschutzstreifen.
Die Martensens Haselblattbrombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine fest in Deutschland etablierte Wildart. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Waldränder und Gebüschgesellschaften auf mäßig warmen Standorten. Als Archäophyt (eine alteingesessene Art) ist sie bestens an die hiesigen Bodenverhältnisse angepasst. Charakteristisch ist der Wuchs als Strauch, wobei die Blattform eine auffallende Ähnlichkeit mit der Haselnuss aufweist, was sie von anderen Brombeerarten unterscheidet. Sie bevorzugt Standorte mit neutralem bis schwach saurem Boden.
1 Video zu Martensens Haselblattbrombeere
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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