Bild folgtKI-generierte IllustrationCystopteris dickieana
Du erkennst den Runzelsporigen Blasenfarn (Cystopteris dickieana) an seinen zarten, hellgrünen Wedeln, die fast wie filigrane Federn wirken. Da diese Art extrem selten ist und auf der Roten Liste mit dem Status R (extrem selten) geführt wird, holst du dir eine echte botanische Besonderheit in deinen Garten. Er ist ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt, da er die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und speziellen Bodenpilzen) fördert. Auch wenn er keine Blüten besitzt, bietet er in schattigen Felsritzen wichtige Verstecke für Kleinstlebewesen. Mit der Ansiedlung dieses Farns leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt einer bedrohten heimischen Pflanze.
Botanische Rarität: Ein seltener Überlebenskünstler für deine schattigen Ecken.
Obwohl für den Runzelsporigen Blasenfarn keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, spielt er eine wichtige Rolle im Mikrosystem des Bodens. Er geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ein, eine Symbiose, die den Austausch von Nährstoffen im Boden verbessert und die Bodenstruktur stärkt. In seinem natürlichen Lebensraum, wie feuchten Felsspalten, bietet er Unterschlupf für spezialisierte Kleinstlebewesen und Insektenlarven, die auf ein kühles, feuchtes Kleinklima angewiesen sind. Da die Art extrem selten (Rote Liste R) ist, hat jeder Standort im Garten eine hohe Bedeutung für das langfristige Überleben dieser Populationen in Mitteleuropa.
Der Runzelsporige Blasenfarn wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du ihn außerhalb der direkten Reichweite von spielenden Kindern pflanzen solltest. Er ist zwar eine Bereicherung für jeden Schattengarten, sollte aber rein als Zierpflanze betrachtet und nicht verzehrt werden. Bei Unfällen mit Pflanzenresten ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen schattigen bis halbschattigen Platz, idealerweise in einer feuchten Mauerspalte oder einem Steingarten.
Boden: Das Substrat sollte kalkhaltig und gut durchlässig sein, Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit Frühling: Setze den Farn zwischen März und Mai in die Erde, damit er vor dem Sommer gut einwurzelt.
Pflanzzeit Herbst: Alternativ ist eine Pflanzung von September bis November möglich, solange der Boden frostfrei ist.
Feuchtigkeit: Achte besonders in trockenen Sommermonaten darauf, dass der Wurzelbereich nicht vollständig austrocknet.
Pflege: Schneide die alten Wedel erst im Frühjahr zurück; sie dienen im Winter als natürlicher Frostschutz für das Rhizom (den kriechenden Wurzelstock).
Vermehrung: Der Farn vermehrt sich im Sommer über Sporen, die an den Blattunterseiten reifen.
Gute Partnerin: Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) – er besiedelt die gleichen steinigen Standorte und ergänzt das filigrane Bild perfekt.
Der Runzelsporige Blasenfarn gehört zur Familie der Blasenfarngewächse (Cystopteridaceae) innerhalb der Ordnung der Tüpfelfarnartigen (Polypodiales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt feuchte, schattige Kalkfelsen oder Mauerspalten. Morphologisch unterscheidet er sich von verwandten Arten vor allem durch seine runzelig strukturierten Sporen auf der Unterseite der Wedel, die ihm seinen Namen gaben. Als Indigen (einheimische Art) ist er perfekt an unser Klima angepasst und kommt natürlich in Gebirgsregionen oder kühlen Schluchtwäldern vor.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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