Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga burseriana
Auch bekannt als: Burser-Steinbrech
An ihren dichten, graugrünen Polstern und den im Verhältnis zur Pflanzengröße erstaunlich großen, weißen Blüten lässt sich Saxifraga burseriana sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist dieser Steinbrech ein echtes Juwel, da er auf der Roten Liste als extrem seltene Art (R) geführt wird und somit eine wertvolle botanische Rarität darstellt. Obwohl spezifische Insektendaten in der Datenbank fehlen, wissen wir, dass solche spezialisierten Gebirgspflanzen in kühlen Lagen wichtige Anlaufstellen für die lokale Insektenwelt sind. Da die Pflanze nur 0,02 m hoch wird, eignet sie sich perfekt für deine Mauerspalten oder das Alpinum (Steingarten mit Gebirgspflanzen). Mit der Ansiedlung dieses Spezialisten beweist du echtes Fingerspitzengefühl für den Artenschutz.
Alpines Juwel für die Steinfuge: Seltener Artenschutz auf nur 2 Zentimetern.
Bursers Steinbrech ist ein hochspezialisierter Überlebenskünstler, der durch seine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen) das Bodenleben fördert. Auch wenn für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, dient sie in kühlen Gebirgslagen oder entsprechenden Gartenbereichen als wichtige Nahrungsquelle für Insekten während der Sommermonate von Juni bis August. Durch den Schutz dieser Rote-Liste-Art im Garten trägst du zur genetischen Vielfalt bei. Da er auf extrem nährstoffarmen Böden gedeiht, besetzt er eine ökologische Nische, die von gewöhnlichen Gartenblumen nicht genutzt werden kann. Somit schaffst du wertvollen Lebensraum für Spezialisten, die auf kalkreiche und magere Bedingungen angewiesen sind.
Bitte beachte, dass Bursers Steinbrech in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft ist. Auch wenn keine spezifischen Giftstoffe gelistet sind, sollte die Pflanze nicht verzehrt werden und außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern in Steinfugen gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.023 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz, an dem die Pflanze das volle Tageslicht genießen kann.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein, wobei du stehende Nässe durch einen guten Wasserabzug (Drainage) vermeiden musst.
Bodenbeschaffenheit: Achte auf einen mageren Boden (Schwachzehrer), der reich an Kalk und Steinen ist.
Pflanzzeit: Setze den Steinbrech am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Wuchshöhe: Mit einer FAKTEN-VORGABE Wuchshoehe von genau 0.02 m braucht sie einen Platz im Vordergrund, damit sie nicht von größeren Nachbarn beschattet wird.
Pflege: Da die Pflanze nicht verholzt, ist kein Rückschnitt erforderlich; entferne lediglich vorsichtig im Herbst herabfallendes Laub anderer Pflanzen.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie bevorzugt ebenfalls sonnige, kalkreiche Standorte und ergänzt das Polster optisch hervorragend.
Bursers Steinbrech gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) und ist eine typische krautige Pflanze der alpinen Kalkregionen. In der Natur besiedelt sie vor allem kalkhaltige Felsspalten und Schuttfluren, was durch den Ellenberg-Reaktionswert 8 (kalkhaltig) unterstrichen wird. Morphologisch auffällig ist der extrem kompakte Wuchs, bei dem die breitblättrigen Blätter zu Rosetten geformt sind, um Verdunstung zu minimieren. Als indigene Art (einheimisch) ist sie perfekt an kühle Temperaturen und magere Bodenverhältnisse angepasst.
1 Video zu Bursers Steinbrech
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →