Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga paniculata
Auch bekannt als: Immergrüner Steinbrech, Rispen-Steinbrech
Du erkennst den Trauben-Steinbrech (Saxifraga paniculata) an seinen dichten, silbrig-grünen Blattrosetten, die am Rand kleine, helle Kalkdrüsen tragen und dadurch wie fein gezähnt wirken. Diese Art ist als robuster Überlebenskünstler perfekt für die Gestaltung deiner naturnahen Steingärten oder Trockenmauern geeignet. Durch seine spezialisierte Lebensweise besiedelt er ökologische Nischen an Felsen, die für andere Pflanzen zu karg sind. Da er sehr langlebig ist, bietet er über Jahre hinweg eine verlässliche Struktur in deinem Garten. Wenn du einen sonnigen Platz mit wenig Erde hast, ist dieser Steinbrech genau die richtige Wahl für dich.
Kalk-Spezialist mit 20 cm Höhe: Der silberne Polster-Künstler für deine Mauerfugen.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist dieser Steinbrech ein Spezialist für karge Lebensräume. Er nutzt die Windausbreitung, um neue Standorte zu besiedeln, was durch sein extrem geringes Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,0577 mg ermöglicht wird. Die geringe Blattfläche von 41,5 mm² ist eine hocheffiziente Anpassung an trockene Standorte. Zudem geht die Pflanze eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) ein, was die Nährstoffaufnahme im Boden verbessert und das Bodenleben in Steingärten fördert. Er stabilisiert durch seinen Polsterwuchs kleine Felsspalten und schützt diese vor Erosion.
Der Trauben-Steinbrech wird in den Datenbanken als nicht kindersicher geführt. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungsfälle beschrieben sind, sollten Kinder im Umgang mit der Pflanze beaufsichtigt werden. Bei einem Verdacht auf Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.196 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), damit die Pflanze ihre kompakte Form behält.
Der Boden muss sehr durchlässig und trocken sein (Ellenberg Feuchte 3); Staunässe führt schnell zu Fäulnis.
Achte auf ein kalkhaltiges Substrat (Ellenberg Reaktion 8), mische im Zweifel etwas Kalksplitt unter die Erde.
Als Schwachzehrer (Ellenberg Nährstoffe 2) benötigt er keinen Dünger und gedeiht am besten in magerem Boden.
Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Die Wuchshöhe beträgt genau 0,2 m, was du bei der Platzierung im Vordergrund beachten solltest.
Halte die Rosetten frei von herabfallendem Laub, um Lichtmangel zu vermeiden.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie hat identische Ansprüche an Licht und Boden und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Trauben-Steinbrech gehört zur Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales) innerhalb der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Er ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt Kalkfelsen sowie Felsspalten. Morphologisch auffällig sind die fleischigen Blätter, die über spezielle Poren überschüssigen Kalk ausscheiden, was der Pflanze einen silbrigen Randsaum verleiht. Dieser Mechanismus schützt die Pflanze in ihren natürlichen, oft extremen Standorten vor übermäßiger Verdunstung.
1 Video zu Trauben-Steinbrech
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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