Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga stolonifera
Auch bekannt als: Kriech-Steinbrech, Judenbart
Mit ihren langen, fadenförmigen roten Ausläufern fällt Saxifraga stolonifera sofort auf. Du erkennst den Kriech-Steinbrech an seinen fast kreisrunden, silbrig geäderten Blättern und den zarten, weißen Blütenrispen, die im Frühsommer über dem Laub schweben. Für den Naturgarten ist er besonders wertvoll als lebendiger Bodendecker, der nackte Erde im Schatten schließt und so die Bodenfeuchtigkeit bewahrt. Da dichte Bestände ein kühles Mikroklima schaffen, finden hier zahlreiche nützliche Bodenorganismen einen geschützten Rückzugsort. Wenn du eine robuste Lösung für schattige Gartenwinkel suchst, die sich fast von selbst vermehrt, ist diese Pflanze ideal für dich.
Rote Fäden für grüne Schatten: Dekorativer Bodenschutz, der sich selbst vermehrt.
In deinem Garten übernimmt der Kriech-Steinbrech die wichtige Funktion des Bodenschutzes. Durch die flächige Ausbreitung verhindert er Erosion (Abtragung von Boden) und schützt das Edaphon (die Gesamtheit der Bodenlebewesen) vor extremen Temperaturschwankungen. Da für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, ist ihr ökologischer Wert vor allem in der Habitatbildung zu sehen. Die dichten Blattmatten bieten Versteckmöglichkeiten für räuberische Laufkäfer, die zur natürlichen Regulation im Garten beitragen. Zudem bleibt der Boden unter dem Laub länger feucht, was die Zersetzungsprozesse durch Mikroorganismen fördert.
Bitte beachte, dass der Kriech-Steinbrech als nicht kindersicher eingestuft wird. Es sollte darauf geachtet werden, dass keine Pflanzenteile in den Mund gelangen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wähle einen Standort im Halbschatten oder Schatten, da direkte Mittagssonne die Blätter verbrennen kann.
Der Boden sollte humos und frisch sein; vermeide Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich) durch eine gute Lockerung.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen idealerweise zwischen März und Mai ins Beet.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November ist eine Pflanzung möglich, sofern der Boden noch warm genug ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 bis 25 Zentimetern ein, damit die Ausläufer die Fläche zügig schließen können.
Pflege: Entferne vertrocknete Blattrosetten im Frühjahr, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Vermehrung: Trenne die bewurzelten Jungpflanzen an den Ausläufern einfach ab und setze sie an den gewünschten Ort.
Gute Partnerin: Haselwurz (Asarum europaeum) – sie hat ähnliche Ansprüche an Schatten und Feuchtigkeit und bildet einen ökologisch wertvollen Unterwuchs.
Der Kriech-Steinbrech gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) in der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Die Art stammt ursprünglich aus Ostasien und besiedelt dort meist feuchte, schattige Felsspalten und Waldränder. Ein besonderes Merkmal sind die Stolonen (oberirdische Kriechsprosse), die der vegetativen Vermehrung dienen und an deren Enden fertige Jungpflanzen entstehen. Die Blätter sind nierenförmig, lang gestielt und oberseits auffällig weiß geädert, während die Unterseiten oft rötlich gefärbt sind.
2 Videos zu Kriech-Steinbrech
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →