Bild folgtKI-generierte IllustrationSchlagintweitia intybacea
Auch bekannt als: Endivien-Habichtskraut
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Schon von weitem fällt das Zichorien-Habichtskraut (Schlagintweitia intybacea) durch seine strahlend gelben Blütenkörbe auf, die an eine zierliche Wegwarte erinnern. Mit dieser Pflanze holst du dir eine echte Rarität in den Garten, die in der freien Natur bereits sehr selten geworden ist. Besonders der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) schätzt sie als wertvolle Nektarquelle an sonnigen Tagen. Da sie perfekt an magere Standorte angepasst ist, hilft sie dir, schwierige Gartenbereiche ökologisch aufzuwerten. Wer ein Herz für den Artenschutz hat, kommt an dieser indigenen (ursprünglich heimischen) Schönheit nicht vorbei. Probiere es aus, sie wird dich mit ihrer Robustheit überraschen.
Alpine Seltenheit im eigenen Garten: Die gelbe Nektartankstelle für Falter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren vor allem große Tagfalter wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) von dem reichen Nektarangebot. Da die Art zur Familie der Korbblütler gehört, dient sie zudem als wichtige Pollenquelle für spezialisierte Wildbienen. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Samenstände eine natürliche Nahrungsquelle für Körnerfresser wie den Stieglitz (Carduelis carduelis). Da das Zichorien-Habichtskraut auf der Roten Liste als selten (R) geführt wird, fungiert dein Garten als wertvolles Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum). So trägst du aktiv dazu bei, eine bedrohte Pflanzenart in der Kulturlandschaft zu erhalten.
Das Zichorien-Habichtskraut ist als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungserscheinungen bekannt sind, solltest du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Bei der Gartenarbeit empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen, da die feinen Haare an den Stängeln bei empfindlicher Haut leichte Irritationen auslösen können.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne benötigt.
Boden: Der Standort muss mager sein; mische bei normaler Gartenerde reichlich Sand oder feinen Kies unter, um sie zu magern (Nährstoffe reduzieren).
Feuchtigkeit: Halte den Boden mäßig feucht (frisch), vermeide aber unbedingt Staunässe durch eine gute Drainage (Wasserabzug).
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst ab September in den Boden.
Pflanzabstand: Lasse etwa 25 Zentimeter Platz zur nächsten Pflanze, damit sie sich gut entwickeln kann.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; lass die verblühten Stängel für die natürliche Selbstaussaat stehen.
Partner: Eine hervorragende Nachbarin ist die Berg-Aster (Aster amellus) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, eher nährstoffarme Plätze und ergänzt die gelbe Blüte farblich.
Das Zichorien-Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist vor allem in den alpinen und nördlichen Gebirgsregionen von Deutschland und Österreich verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Stein- oder Schuttfluren auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch erkennst du es an den behaarten Stängeln und den tief gezähnten Grundblättern. Als Kaltpflanze ist sie an niedrige Temperaturen in höheren Lagen angepasst, gedeiht aber auch im Flachland an kühlen, lichtreichen Plätzen hervorragend.
1 Video zu Zichorien-Habichtskraut
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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