Bild folgtKI-generierte IllustrationSedum dasyphyllum subsp. dasyphyllum
Mit ihren dicken, blaugrünen Polstern und den fast runden, eiförmigen Blättchen fällt die Buckel-Fetthenne (Sedum dasyphyllum subsp. dasyphyllum) sofort auf. Diese kleine Sukkulente (Wasserspeicherpflanze) ist ein wahrer Überlebenskünstler für extrem trockene Lagen im Garten. Da sie in der Natur als gefährdet gilt (Rote Liste 3), leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Sie besiedelt Nischen, die für andere Pflanzen zu karg sind, und bietet spezialisierten Insekten in Stein- und Dachgärten eine Lebensgrundlage. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz hast, ist dieses kleine Juwel genau die richtige Wahl für dich.
Gefährdeter Überlebenskünstler: Nur 5 cm hoch, aber ein Riese im Artenschutz.
In der freien Natur ist die Buckel-Fetthenne bereits gefährdet und steht auf der Roten Liste (Stufe 3). In deinem Garten dient sie als wichtiges Trittsteinbiotop für die Vernetzung seltener Trockenlebensräume. Da sie auch auf kleinstem Raum in Mauerritzen gedeiht, erschließt sie Lebensraum für Kleinstlebewesen, wo andere Pflanzen keine Chance haben. Die Verbreitung der Art erfolgt über extrem leichte Samen (0.02 mg), die weite Strecken durch den Wind zurücklegen können. Durch ihre sukkulenten Blätter bleibt sie auch bei großer Hitze vital und schützt den Boden vor extremer Austrocknung. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten fehlen, sind solche Fetthennen-Arten wichtige Anlaufstellen für spezialisierte Wildbienen trockener Habitate.
Die Buckel-Fetthenne wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie schwach giftige Inhaltsstoffe enthalten kann, sollten Kinder und Haustiere keine Teile der Pflanze verzehren. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.053 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
• Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
• Der Boden sollte sehr mager und durchlässig sein (Schwachzehrer); mische bei Bedarf Sand oder feinen Kies unter.
• Halte das Substrat trocken bis mäßig trocken (Feuchtewert 2), da Staunässe zur Fäulnis führt.
• Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum Einsetzen der ersten Bodenfröste.
• Halte einen geringen Pflanzabstand ein, da die Pflanze nur 0.05 m hoch wird und Polster bildet.
• Eine Düngung ist nicht erforderlich, da sie an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
• Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch das vorsichtige Abtrennen bewurzelter Polsterstücke.
• Gute Partnerin: Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) — er hat die gleichen Standortansprüche und ergänzt das Bild mit seinen gelben Blüten.
Die Buckel-Fetthenne gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist in unseren Breiten ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde). Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie Mauerspalten und Felsfluren. Als Sukkulente speichert sie Wasser in ihren fleischigen Blättern, was ihr das Überleben an extrem sonnigen Standorten ermöglicht. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.05 m bildet sie dichte, flache Matten. Die winzigen Samen wiegen nur 0.02 mg, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind begünstigt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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