Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum pimpinellifolium
Auch bekannt als: Solanum pimpinellifolium
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Typisch für die Wildtomate (Solanum pimpinellifolium) sind ihre winzigen, johannisbeerähnlichen Früchte und der buschige, oft weit überhängende Wuchs. Als ursprüngliche Form unserer Kulturtomate bringt sie eine enorme Robustheit in deinen Garten und ist deutlich weniger anfällig für die gefürchtete Kraut- und Braunfäule. Obwohl sie genetisch aus Südamerika stammt, hat sie sich als wertvoller Bestandteil für naturnahe Nutzgärten etabliert. Da sie laut Daten erst im Oktober blüht, bietet sie eine extrem späte Nahrungsquelle für Insekten, die vor dem Wintereinbruch letzte Reserven suchen. Du wirst an dieser pflegeleichten Art viel Freude haben, da sie kaum Aufmerksamkeit benötigt.
Die robuste Wildform: Aromatische Früchte und späte Blütenpracht bis Oktober.
Nach aktuellen Blühdaten zeigt diese Art ihre Hauptblütezeit erst im Oktober. In dieser späten Phase des Gartenjahres sind nur noch wenige heimische Pflanzen aktiv, weshalb sie eine wichtige Anlaufstelle für spätfliegende Insekten darstellt. Da keine spezifischen Beziehungsdaten für spezialisierte Arten vorliegen, ist davon auszugehen, dass vor allem generalistische Bestäuber (Insekten mit breitem Nahrungsspektrum) wie späte Schwebfliegen oder Hummeln profitieren. Die dichte Biomasse der Pflanze bietet zudem im Herbst wertvollen Unterschlupf für Nützlinge im Garten. Die kleinen Früchte werden, sofern sie nicht geerntet werden, gelegentlich von Vögeln als Zusatznahrung angenommen.
Die Pflanze ist giftig, da sie in ihren grünen Teilen und den unreiten Früchten Alkaloide wie Solanin und Solasodine enthält. Sie wird daher als nicht kindersicher eingestuft. Bei versehentlicher Einnahme giftiger Pflanzenteile kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Okt – Okt
Pflanzzeit: Ab Mitte Mai nach den Eisheiligen (letzte Frostnächte im Frühjahr), sobald der Boden dauerhaft warm ist.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, idealerweise an einer warmen Hauswand oder in einem geschützten Beet.
Boden: Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein; arbeite vor der Pflanzung etwas reifen Kompost ein.
Wasserbedarf: Halte die Erde gleichmäßig feucht, vermeide aber Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich).
Pflege: Ein Ausgeizen (Entfernen von Seitentrieben) ist nicht erforderlich, die Pflanze darf buschig wachsen.
Platzbedarf: Plane mindestens 80 bis 100 Zentimeter Pflanzabstand ein, da sie stark in die Breite geht.
Ernte: Nur vollreife, rote Früchte pflücken.
Pflanzpartner: Echter Dost (Origanum vulgare) – beide benötigen sonnige Standorte, und der Dost ergänzt die Fläche als heimische Insektenweide.
Die Wildtomate gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) in der Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales). In unserer Region wird sie als einjährige Gartenpflanze kultiviert, da sie frostempfindlich ist. Ihr natürlicher Habitus (Erscheinungsbild) ist deutlich feingliedriger als der von Zuchttomaten, mit filigranen, behaarten Stängeln und kleinen, gelben Blüten. Eine morphologische (gestaltliche) Besonderheit ist die hohe Anzahl an Früchten pro Fruchtstand, was sie von vielen großfrüchtigen Sorten unterscheidet. Sie gilt als wichtiger Genpool für die Züchtung resistenter Nutzpflanzen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →