Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum villosum
Auch bekannt als: Gelbfrüchtiger Nachtschatten
Artengruppe
Auffaellig sind beim Gelbbeerigen Nachtschatten (Solanum villosum) vor allem die kleinen, sternfoermigen weissen Blueten mit den gelben Staubbeuteln und die spaeter erscheinenden, gelb bis orange leuchtenden Beeren. In deinem Naturgarten ist diese Art wertvoll, da sie als spaetbluehende Pflanze von Juni bis tief in den Oktober hinein eine konstante Anlaufstelle bietet. Mit ihrer kompakten Wuchsform passt sie wunderbar in Luecken auf Naehrstoffbeeten oder an den Rand des Gemuesegartens. Wenn du auf der Suche nach einem unkomplizierten Nachtschattengewaechs bist, das Struktur und Farbe bringt, machst du mit dieser Art alles richtig.
Kompakter Spätblüher von Juni bis Oktober mit leuchtend gelben Beeren.
Die Pflanze zeichnet sich durch eine sehr lange Bluetezeit von Juni bis Oktober aus, was sie zu einer wichtigen Ressource in der zweiten Jahreshaelfte macht. Da sie auf stickstoffreichen Boeden gedeiht, besetzt sie oekologische Nischen, die oft von anderen Arten gemieden werden. Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0,9227 mg sehr leicht, was eine effektive Fernausbreitung ermoeglicht. Obwohl keine spezifischen Insektendaten vorliegen, zeigt die Erfahrung, dass das kontinuierliche Bluetenangebot an sonnigen Standorten waehrend der Sommermonate eine stabile Anlaufstelle in der Gartenbiologie darstellt.
Diese Pflanze ist giftig, da sie Alkaloide wie Solanin und Solasodin enthaelt. Besonders das Kraut und die unreifen Beeren koennen bei Einnahme zu Vergiftungen fuehren. Achte besonders auf Kinder und Haustiere im Garten. Im Notfall kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.243 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Waehle einen vollsonnigen Platz aus, an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhaelt.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte frisch (maessig feucht) gehalten werden; kurze Trockenphasen werden toleriert, Staunaesse ist jedoch zu vermeiden.
Ellenberg Naehrstoffe 7: Als Starkzehrer (Naehrstoffraeuber) benoetigt die Pflanze einen fetten, stickstoffreichen Boden – eine Gabe Kompost im Fruehjahr ist ideal.
Ellenberg Reaktion 6: Ein neutraler bis schwach saurer Gartenboden ist fuer das Gedeihen optimal.
Wuchshoehe: Die Pflanze erreicht eine Hoehe von genau 0,24 m und bleibt damit sehr kompakt.
Pflanzzeit: Setze junge Exemplare im Fruehjahr zwischen April und Mai aus, sobald keine starken Froeste mehr drohen.
Vermehrung: Durch das leichte Samengewicht (Diasporengewicht 0,9227 mg) verbreitet sich die Art leicht selbst ueber den Wind oder durch weite Ausbreitungswege.
Gute Partnerin: Gewoehnlicher Natternkopf (Echium vulgare) – er liebt ebenfalls sonnige Standorte und profitiert von der Naehrstoffdynamik im Boden.
Der Gelbbeerige Nachtschatten gehoert zur Familie der Nachtschattengewaechse (Solanaceae) und wird innerhalb der Botanik als Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) gefuehrt, der in Mitteleuropa mittlerweile fest etabliert ist. Er besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (durch menschliche Stoerung entstandene Rohbodenflaechen), Ackerraender und Schuttplaetze. Die Pflanze waechst rein krautig, ist also nicht verholzt, und zeichnet sich durch ihre breitblaettrige Laubstruktur aus. In der freien Natur findet man sie oft dort, wo der Boden frisch und besonders stickstoffreich ist.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →