Bild folgtKI-generierte IllustrationLycopodium annotinum
Auch bekannt als: lycopode à feuilles de genévrier, Schlangenbärlapp, Schlangen-Bärlapp
Du erkennst den Sprossenden Bärlapp an seinen kriechenden, moosähnlichen Trieben, die sich wie kleine Tannenwedel flach über den Boden schieben. Diese urzeitliche Pflanze ist ein Juwel für schattige Gartenbereiche und gehört zu den ältesten Gefäßpflanzen unserer Erde. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Im Garten fungiert sie als immergrüner Bodendecker, der Struktur und Ruhe in dunkle Ecken bringt. Wenn du einen sauren, eher mageren Standort hast, wird sie dich mit ihrer Langlebigkeit belohnen. Hast du schon ein passendes Plätzchen unter alten Nadelbäumen für diesen Waldpflegling im Sinn?
Urzeit-Relikt für Schattengärten: Ein immergrüner Bodendecker mit Geschichte.
Da der Sprossende Bärlapp keine Blüten besitzt, produziert er weder Nektar noch Pollen für Fluginsekten. Seine ökologische Bedeutung liegt in seiner Funktion als urzeitlicher Bodenbewohner, der das Kleinklima am Boden stabilisiert und Feuchtigkeit speichert. In der Natur bietet sein dichtes Geflecht wertvollen Schutz und Lebensraum für wirbellose Kleintiere wie Käfer oder Webspinnen. Die Ausbreitung erfolgt über mikroskopisch kleine Sporen, die im August und September reifen und als extrem leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten) vom Wind davongetragen werden. Er ist ein Spezialist für nährstoffarme Nischen, die in unserer heutigen Landschaft selten geworden sind. Indem du ihm Raum gibst, bewahrst du ein Stück Evolutionsgeschichte in deinem Garten.
Der Sprossende Bärlapp ist nicht als kindersicher eingestuft. Alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide, die bei Verzehr giftig wirken können. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist daher Vorsicht geboten; die Pflanze sollte außerhalb der direkten Reichweite gepflanzt werden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Aug – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.257 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 4: Wähle einen schattigen Standort, etwa unter dichten Gehölzen oder an der Nordseite des Hauses.
Ellenberg Feuchte 6: Halte den Boden gleichmäßig frisch bis mäßig feucht; längere Austrocknung sollte unbedingt vermieden werden.
Ellenberg Naehrstoffe 3: Setze ihn in mageren (nährstoffarmen) Boden; eine zusätzliche Düngung ist nicht nötig.
Ellenberg Reaktion 3: Der Boden muss sauer sein (niedriger pH-Wert); kalkhaltige Erde verträgt die Pflanze nicht.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) pflanzen.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden mit etwas Sand abmagern, um eine gute Durchlüftung zu gewährleisten.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und sollte am besten ungestört wachsen dürfen.
Gute Partnerin: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) – sie teilt die Vorliebe für saure Waldböden und halbschattige Bedingungen.
Der Sprossende Bärlapp (Lycopodium annotinum) gehört zur Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae) und ist eine sogenannte Gefäßsporenpflanze. In der Natur findest du ihn vor allem in moosreichen Nadelwäldern oder Heiden Deutschlands und der Schweiz, meist auf kalkfreien Böden. Er wächst nicht wie eine typische Blume, sondern bildet lange, oberirdisch kriechende Sprosse aus. Besonders markant sind die jährlich abgesetzten Zuwachszonen, die wie Gelenke an den Trieben wirken und das Alter der Triebe verraten. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,26 m bleibt er bodennah und bildet über Jahre hinweg dichte Matten.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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