Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum balticiforme
Auch bekannt als: Taraxacum balticiforme
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
An seinen charakteristischen, gelben Korbblüten (Blütenstand aus vielen kleinen Einzelblüten) und der bodenständigen Blattrosette lässt sich der seltene Bodensee-Löwenzahn (Taraxacum balticiforme) erkennen. Diese Pflanze ist weit mehr als nur ein „Unkraut“: Als extrem seltene Art der Roten Liste 1 (vom Aussterben bedroht) ist sie ein wertvoller Bestandteil unserer heimischen Flora. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von seinem Nektarangebot. Mit dieser Art holst du dir eine echte botanische Kostbarkeit in den Garten, die sonst fast nur noch in streng geschützten Biotopen vorkommt. Hast du einen Platz für diesen gefährdeten Überlebenskünstler?
Rote-Liste-Rarität: Ein gelber Lebensretter für bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Bodensee-Löwenzahn eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen Arten wie der Östliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie), der Schmuck-Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Nordafrikanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen das Nektarangebot auf ihren Zügen. Im Winter sind die Samenstände eine begehrte Energiequelle für Kleinvögel. Da die Pflanze vom Aussterben bedroht ist, fungiert jeder Gartenstandort als Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für den Erhalt der genetischen Vielfalt.
Bitte beachte, dass der Bodensee-Löwenzahn als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie bei vielen Löwenzahnarten kann der enthaltene Milchsaft bei Hautkontakt zu Reizungen oder Flecken führen. Bei versehentlichem Verzehr größerer Mengen durch Kinder oder Haustiere solltest du zur Sicherheit den Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Mediterranean
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit Frühling: Von März bis Mai kannst du junge Exemplare in den Boden setzen.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November, solange der Boden noch offen und nicht gefroren ist.
Standort: Wähle einen Platz, der seinen natürlichen Bedürfnissen an Seeufern entspricht, idealerweise mit guter Lichtausbeute.
Boden: Der Boden sollte nährstoffreich sein, aber nicht durch Kunstdünger überlastet werden.
Wasserbedarf: Achte darauf, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt, da er Trockenheit weniger gut verträgt als seine Verwandten.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; lass die Samenstände für die Vögel stehen.
Vermehrung: Er vermehrt sich meist selbstständig über seine Flugsamen.
Gute Partnerin: Die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für feuchtere Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Bodensee-Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Österreich sowie Spanien indigen (ursprünglich einheimisch). Er ist ein klassischer Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder einwanderte) und besiedelt spezialisierte Lebensräume wie wechselfeuchte Uferbereiche. Eine Besonderheit ist seine Symbiose mit der AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), einer Form der Pilz-Wurzel-Gemeinschaft, die ihm hilft, Nährstoffe effizienter aus dem Boden aufzunehmen. Morphologisch ähnelt er dem gewöhnlichen Löwenzahn, ist jedoch an seine spezifischen ökologischen Nischen angepasst.
3 Videos zu Bodensee-Löwenzahn
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →