Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum fontanum agg.
Wer den Quell-Löwenzahn (Taraxacum fontanum agg.) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die leuchtend gelben Korbblüten stehen auf hohlen Stielen über einer grundständigen Blattrosette. Er ist als gebietsfremd Art perfekt an kühle, feuchte Lagen angepasst und besetzt ökologische Nischen auf sauren Böden, in denen viele herkömmliche Gartenpflanzen nicht gedeihen. Da er in der Natur bereits auf der Vorwarnliste steht, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Er bietet Nektar und Pollen in Lebensräumen, die für viele Insekten sonst schwer erschließbar sind. Wenn dein Garten eine kühle, feuchte Ecke hat, ist dieser Spezialist genau die richtige Wahl für dich.
Gebietsfremde Art mit dokumentiertem ökologischen Nutzen.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist der Quell-Löwenzahn eine wichtige Nahrungsquelle in spezialisierten, feucht-kühlen Lebensräumen. Er dient als Pollen- und Nektarspender für die lokale Insektenwelt, die auf saure Standorte angewiesen ist. Besonders wertvoll ist seine Funktion als Pionierpflanze in Gebieten, in denen nur wenige Arten blühen. Die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) im Wurzelsystem fördert ein gesundes Bodenleben und unterstützt den Nährstoffkreislauf im Garten. Da die Art in Deutschland auf der Roten Liste (Status D, Vorwarnliste) geführt wird, fungiert dein Garten als wichtiger Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für den Erhalt dieser spezialisierten Flora. Im Winter bieten die verblühten Köpfe zwar weniger Struktur, die Rosette bleibt jedoch oft als Bodenschutz erhalten.
Der Quell-Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält in seinen Pflanzenteilen einen weißen Milchsaft, der bei Hautkontakt oder Verzehr zu Unverträglichkeiten führen kann. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze aufnehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Mediterranean
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.144 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort, der frisch bis mäßig feucht bleibt (Ellenberg Feuchte 6).
Achte auf ein kühles Kleinklima; die Pflanze verträgt keine starke Hitze (Ellenberg Temperatur 1).
Der Boden sollte unbedingt sauer sein, da kalkhaltige Substrate das Wachstum hemmen (Ellenberg Reaktion 3).
Pflanze den Löwenzahn idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bei offenem Boden.
Halte den Boden gleichmäßig feucht; trockene Phasen sollten im Garten vermieden werden.
Aufgrund der geringen Wuchshöhe von 0.14 m eignet er sich hervorragend für den Vordergrund von feuchten Beeten.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, da er an nährstoffarme, saure Verhältnisse angepasst ist.
Da die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird, sollte sie nicht in direkter Nähe von Spielbereichen stehen.
Gute Partnerin: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – sie gedeiht ebenfalls an feuchten Standorten und ergänzt die frühe Blüte ökologisch sinnvoll.
Der Quell-Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist als Sammelart in kühleren, oft nördlich geprägten Regionen Mitteleuropas indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind Standorte mit sauren Bodenverhältnissen und einer beständigen Feuchtigkeit. Als ausdauernde, krautige Pflanze (nicht verholzend) erreicht er eine Wuchshöhe von genau 0.14 m. Typisch sind die breitblättrigen, tief gezähnten Blätter, die eine flache Rosette bilden. Die Pflanze nutzt eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose mit Bodenpilzen, um die Nährstoffaufnahme auf mageren Böden zu optimieren.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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