Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum haraldii
Auch bekannt als: Taraxacum haraldii
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer Haralds Löwenzahn einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die leuchtend gelben Korbblüten (viele eng stehende Einzelblüten in einem Blütenkopf) leuchten regelrecht aus mageren Wiesen hervor. Diese seltene Art ist ein wahrer Schatz für den Naturgarten, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine überlebenswichtige Rolle für spezialisierte Falter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) spielt. Auch der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) findet hier Nahrung. Mit dieser Pflanze holst du dir eine echte botanische Rarität in den Garten, die auf der Roten Liste steht. Trau dich ruhig an diesen besonderen Wildling heran!
Eine gelbe Rarität: Rettungsanker für den seltenen Flockenblumen-Scheckenfalter.
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In deinem Garten wird diese Pflanze zu einem Magneten für seltene Schmetterlinge. Besonders der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) fliegen die Blüten gezielt an. Auch der Wüsten-Scheckenfalter (Melitaea aetherie) nutzt das Nektarangebot. Für den Amerikanischen Distelfalter (Vanessa virginiensis) stellt Haralds Löwenzahn eine wertvolle Energiequelle dar. Unter der Erde fördern seine Wurzeln durch die AM-Mykorrhiza ein gesundes Bodenleben. Nach der Blüte dienen die kleinen Flugsamen als feine Nahrung für heimische Singvögel, die in den winterlichen Resten der Pflanze picken.
Haralds Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Der weiße Milchsaft in den Stielen kann bei Hautkontakt Reizungen auslösen und sollte keinesfalls in die Augen gelangen. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Mediterranean
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Wärme benötigt.
Der Boden sollte eher mager, kalkhaltig und vor allem gut durchlässig sein.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Rosetten am besten zwischen März und Mai.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November möglich, solange der Boden offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 25 Zentimetern ein, damit sich die Rosetten ausbreiten können.
Vermeide Staunässe unbedingt, eine Drainage (Kiesschicht als Wasserabfluss) im Pflanzloch hilft.
Lasse die Samenstände für die natürliche Selbstaussaat stehen, um den Bestand zu sichern.
Eine Düngung ist nicht notwendig, da die Art an karge Verhältnisse angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) — sie teilt die Vorliebe für trockene, sonnige Plätze und ergänzt das Gelb mit zartem Violett.
Haralds Löwenzahn (Taraxacum haraldii) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In unseren Breiten gilt er als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 bei uns heimisch wurde), stammt jedoch ursprünglich aus Spanien. Er ist heute so selten, dass er auf der Roten Liste Deutschlands geführt wird. Typisch ist seine tiefe Pfahlwurzel und die bodennahe Blattrosette. Die Pflanze lebt in Symbiose mit der AM-Mykorrhiza (ein nützlicher Bodenpilz, der den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme hilft), was ihn besonders widerstandsfähig macht.
3 Videos zu Haralds Löwenzahn
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →