Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum nigricans agg.
An den markanten, dunkel-schwärzlichen Hüllblättern (den kleinen Blättchen direkt unter dem gelben Blütenkopf) lässt sich der Schwarze Löwenzahn (Taraxacum nigricans agg.) sofort erkennen. Diese seltene Art ist ein wahrer Spezialist für kühle Gebirgslagen und bringt alpine Wildnis in deinen Garten. Als indigene (einheimische) Pflanze steht sie in Deutschland auf der Roten Liste und ist somit ein wertvoller Beitrag zum Erhalt unserer biologischen Vielfalt. Er besiedelt ökologische Nischen, in denen herkömmliche Pflanzen oft nicht überdauern können. Wenn du in einer kühleren Region wohnst oder einen passenden Gebirgsgarten pflegst, ist dieser Löwenzahn eine wunderbare Bereicherung für deine Wiese.
Seltener Gebirgsbote: Schütze eine gefährdete Art mit markanten dunklen Blüten.
Als indigene und seltene Art hat der Schwarze Löwenzahn einen hohen Stellenwert für den regionalen Artenschutz. Da er in Deutschland auf der Roten Liste geführt wird, hilft seine Ansiedlung im Garten dabei, gefährdete Pflanzentypen zu erhalten. Besonders wertvoll ist seine Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die das Bodennetzwerk stärkt und die Nährstoffkreisläufe stabilisiert. Durch seine Anpassung an kühle, alpine Klimate besetzt er wichtige Räume in spezialisierten Ökosystemen. Er ist ein wichtiger Bestandteil der heimischen Flora, der zur Stabilität von Gebirgswiesengemeinschaften beiträgt.
Der Schwarze Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Korbblütler führt er einen weißen Milchsaft in seinen Stängeln, der bei Kontakt zu Hautirritationen und bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Im Zweifelsfall ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar. Trage bei der Pflege sicherheitshalber Gartenhandschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Mediterranean
Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz für die Pflanze, ideal sind mindestens sechs Stunden direkte Sonne täglich.
Feuchte 4: Sorge für einen frischen (mäßig feuchten) Boden; er sollte nie völlig austrocknen, aber auch keine Staunässe bilden.
Nährstoffe 5: Ein normaler Boden (Mittelzehrer) ist ideal; vermeide sowohl extrem magere als auch übermäßig gedüngte Standorte.
Reaktion 5: Der Boden sollte neutral bis schwach sauer beschaffen sein.
Pflanzzeit: Setze den Schwarzen Löwenzahn am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Symbiose: Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen) ein, was ihre Vitalität stärkt.
Pflege: Da er an raue Bedingungen angepasst ist, benötigt er außer einer gleichmäßigen Feuchtigkeit kaum zusätzliche Pflege.
Gute Partnerin: Die Bart-Glockenblume (Campanula barbata) — sie teilt die Vorliebe für kühle, frische Standorte in Gebirgslagen.
Der Schwarze Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asterales. Sein natürlicher Lebensraum umfasst frische bis mäßig feuchte Bergwiesen und alpine Rasen in kühlen Lagen (Temperaturzeiger 2). Die Pflanze ist ein Aggregat, was in der Biologie eine Gruppe sehr nah verwandter Kleinarten bezeichnet. Morphologisch unterscheidet er sich vom gewöhnlichen Löwenzahn vor allem durch die charakteristisch dunkle, fast schwarze Färbung der äußeren Hüllblätter am Blütenstand. Er ist in Europa, unter anderem in Spanien, heimisch und kommt in Deutschland in entsprechenden Höhenlagen vor.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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