Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum sect. Alpina
Auch bekannt als: Taraxacum sect. Alpina
Sektion
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Alpen-Löwenzahn sind seine leuchtend gelben Blütenkörbe, die auf meist kurzen, kräftigen Stielen über einer bodennahen Blattrosette thronen. Als spezialisierter Bewohner kühlerer Lagen bringt er alpine Robustheit in deinen Garten und schließt ökologische Lücken an Standorten, die anderen Pflanzen zu rau sind. Er dient als wichtige Nektarquelle für spezialisierte Falter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia). Da er recht anspruchslos ist, bereichert er naturnahe Gärten ohne großen Pflegeaufwand. Wenn du einen sonnigen, aber nicht zu trockenen Platz anbietest, wirst du viel Freude an diesem ausdauernden Blüher haben.
Gelbes Leuchten für kühle Gartenplätze: Die Tankstelle für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Alpen-Löwenzahn eine wertvolle Futterpflanze für diverse Schmetterlingsarten. Besonders Scheckenfalter wie der Berber-Scheckenfalter (Melitaea aetherie), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen den Nektar. Auch der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) und der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) besuchen die Blüten regelmäßig. Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln, trägt die Pflanze zur Stabilität des Bodenökosystems bei. Die Samen dienen im Spätsommer kleineren Vögeln als Nahrung, sofern die verblühten Köpfe stehen bleiben.
Der Alpen-Löwenzahn ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Korbblütlern enthält der Stängel einen weißen Milchsaft, der bei Kontakt mit empfindlicher Haut Reizungen auslösen kann. Bei Verzehr größerer Mengen kann es zu Unwohlsein oder Magen-Darm-Beschwerden kommen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Mediterranean
Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort; die Pflanze benötigt mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag.
Feuchte 6: Achte auf einen frischen Boden, der nie vollständig austrocknet, aber auch keine Staunässe bildet.
Nährstoffe 5: Ein normaler, mäßig nährstoffreicher Gartenboden ist ideal; zusätzliche Düngergaben sind meist nicht nötig.
Bodenreaktion 6: Der Boden sollte neutral bis schwach sauer beschaffen sein.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen zwischen März und Mai, damit sie vor der Blüte gut einwurzeln können.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung im September bis November ist ebenfalls möglich, solange der Boden noch offen ist.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, es sei denn, die Selbstaussaat soll begrenzt werden.
Pflanzpartner: Das Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris) ist eine ideale Nachbarin, da es ähnliche Ansprüche an Bodenfrische und kühles Klima stellt.
Der Alpen-Löwenzahn (Taraxacum sect. Alpina) ist eine Sektion innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst vor allem die Hochgebirge wie die Alpen oder die Pyrenäen, wo er auf Bergwiesen und in Schneetälchen (muldenartige Standorte mit langer Schneebedeckung) vorkommt. Er zeichnet sich durch eine hohe Kältetoleranz aus, was sich im Ellenberg-Temperaturwert von 2 (kalt) widerspiegelt. Morphologisch unterscheidet er sich vom gewöhnlichen Löwenzahn oft durch die dunkler gefärbten Hüllblätter (Blattorgane direkt unter dem Blütenkopf), die meist eng am Blütenstand anliegen.
3 Videos zu Alpen-Löwenzahn (Sektion)
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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