Bild folgtKI-generierte IllustrationTellima grandiflora
Auch bekannt als: Falsche Alraunenwurzel
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Die Großblütige Fransenblume (Tellima grandiflora) verrät sich durch ihre zarten, glockenförmigen Blüten mit den tief gefransten Rändern, die an bis zu 0,7 m hohen Stängeln über einem wintergrünen Blattteppich thronen. In deinem Naturgarten ist sie ein wertvoller Baustein für schattige Ecken, da sie genau dort Nahrung bietet, wo viele andere Pflanzen aufgeben. Besonders Hummeln wie die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die Heidehummel (Bombus jonellus) steuern die grünlich-weißen Blüten gezielt an. Mit dieser Staude verwandelst du schwierige Gartenbereiche in eine lebendige Insektenoase. Du machst hier alles richtig, wenn du einen dauerhaften, pflegeleichten Bodendecker suchst, der ökologischen Mehrwert bietet.
Schattenstar mit 0,7 m Höhe: Die gefranste Hummel-Oase für feuchte Gartenwinkel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Flieger im Schattenreich. Zu den Hauptbesuchern gehören die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die Heidehummel (Bombus jonellus). Da die Samen mit nur 0,0464 mg extrem leicht sind, nutzt die Fransenblume den Wind zur Fernausbreitung in deinem Garten. Die Pflanze schließt mit ihrer Blütezeit im Mai und Juni eine wichtige Lücke für Insekten in kühleren, feuchten Gartenbereichen. Zudem bieten die dichten Blattmatten wertvollen Lebensraum für bodenlebende Wirbellose.
Die Großblütige Fransenblume ist laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akute Giftigkeit im klassischen Sinne vorliegt, solltest du darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Zweifelsfall ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.7 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Platz im Schatten (Ellenberg Licht 3), da die Pflanze keine pralle Mittagssonne verträgt.
Achte auf einen feuchten Untergrund (Ellenberg Feuchte 8), der Boden sollte auch im Sommer nie ganz austrocknen.
Ein normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Ellenberg Nährstoffe 4) ist für die Entwicklung ideal.
Pflanzzeit Frühling: Setze die Staude von März bis Mai in die Erde, um den Austrieb zu nutzen.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November kannst du ebenfalls pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 35 cm ein, damit sich die breiten Blätter (5777 mm² Blattfläche) gut entfalten können.
Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, verzichte auf chemische Dünger, um die Wurzelgesundheit zu fördern.
Gute Partnerin: Gewöhnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) – er teilt die Standortansprüche und bildet einen schönen Kontrast zum Laub.
Die Großblütige Fransenblume (Tellima grandiflora) gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). In Deutschland und der Schweiz gilt sie als Neophyt (Pflanzenart, die nach 1492 eingeführt wurde), hat sich aber gut in die hiesige Gartenkultur integriert. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst schattige, feuchte Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden (Ellenberg Reaktion 6). Als krautige Pflanze erreicht sie eine exakte Wuchshöhe von 0,7 m und bildet breite, behaarte Blätter aus.
1 Video zu Großblütige Fransenblume
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →