Bild folgtKI-generierte IllustrationTypha glauca
Auch bekannt als: Typha glauca
Unverwechselbar ist der Blaugrüne Rohrkolben (Typha glauca) durch seine imposanten, braunen Blütenkolben, die wie samtige Stangen aus dem dichten Grün ragen. Als kräftige Sumpfpflanze ist er für deinen Naturgarten besonders wertvoll, da er große Mengen an Nährstoffen aus dem Wasser filtert und so für biologische Klarheit im Teich sorgt. In seinen dichten Beständen finden Teichbewohner wie der Grasfrosch (Rana temporaria) wichtige Verstecke vor Fressfeinden. Zudem nutzen Vögel die flauschigen Samenstände im Herbst gerne als weiches Polstermaterial für ihre Nester. Wenn du eine Uferzone naturnah gestalten möchtest, bietet dir dieser Rohrkolben eine robuste und architektonisch reizvolle Lösung.
Natürlicher Wasserfilter und stolzer Wächter für deine Uferzone.
In der Ökologie des Gartenteichs übernimmt der Blaugrüne Rohrkolben die Rolle eines natürlichen Klärwerks, indem er überschüssige Phosphate und Nitrate bindet. Die hohlen Stängel dienen im Winter als wichtiges Überwinterungsquartier für verschiedene wirbellose Tiere, die dort frostfrei die kalte Jahreszeit überdauern. Obwohl Rohrkolben primär windbestäubt sind, werden die Bestände als Ruheplätze von Libellen wie der Blaugrünen Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) geschätzt. Im Spätsommer bieten die zerfallenden Kolben zahlreichen Vögeln nahrhafte Samen und weiches Material für die Nestisolierung. Damit fördert die Pflanze die Vernetzung verschiedener Lebensräume direkt am Wasser.
Der Blaugrüne Rohrkolben wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies begründet sich vor allem durch seinen Standort in tieferen Wasser- oder Schlammzonen, die für Kleinkinder eine Gefahr darstellen können. Zudem können die feinen Haare der reifen Samenstände bei direktem Kontakt Reizungen an Augen oder Atemwegen verursachen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme von Pflanzenteilen kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ausreichend Energie für die markante Kolbenbildung hat.
Standort: Ideal ist die Flachwasserzone deines Teiches bei einer Wassertiefe von etwa 10 bis 30 cm.
Boden: Er bevorzugt schlammigen, nährstoffreichen Untergrund; in kleinen Teichen solltest du ihn in einen Pflanzkorb setzen, um den Ausbreitungsdrang zu bremsen.
Pflanzzeit: Setze die Rhizome (Wurzelstöcke) am besten im Frühling von März bis Mai in das Substrat.
Pflanzabstand: Plane etwa 50 bis 80 cm zu Nachbarpflanzen ein, da er recht breit werden kann.
Pflege: Schneide die vertrockneten Halme erst im späten Frühjahr zurück, da sie im Winter den Gasaustausch für den zugefrorenen Teich ermöglichen.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks ist im zeitigen Frühjahr problemlos möglich.
Pflanzpartner: Eine gute Partnerin ist die Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus) – sie teilt die Vorliebe für nasse Standorte und blüht ergänzend im Frühsommer.
Der Blaugrüne Rohrkolben (Typha glauca) gehört zur Familie der Rohrkolbengewächse (Typhaceae) und ist eine natürliche Kreuzung aus dem Breitblättrigen und dem Schmalblättrigen Rohrkolben. Er besiedelt in Mitteleuropa bevorzugt Verlandungszonen (Übergangsbereiche vom Wasser zum Land) von nährstoffreichen Stillgewässern und Gräben. Die Pflanze wächst als ausdauerndes Gras und bildet unterirdische Ausläufer, mit denen sie Kolonien bildet. Typisch sind die blaugrün überhauchten, schwertförmigen Blätter und der zweigeteilte Blütenstand, bei dem der männliche Teil direkt über dem weiblichen, braunen 'Kolben' sitzt.
1 Video zu Typha glauca
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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