Bild folgtKI-generierte IllustrationTyphaeus typhoeus
Auch bekannt als: Dreihornmistkäfer, Dreyzack des Neptuns, Dreyzackiger Scharrkäfer
heimisch Deutschland
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Der Stierkäfer (Typhaeus typhoeus) ist ein kräftiger, tiefschwarzer Käfer von etwa 15 bis 20 Millimetern Länge mit einem ovalen, stark gewölbten Körper und tief gefurchten Deckflügeln (Flügelhüllen der Käfer). Besonders auffällig sind die drei nach vorn gerichteten Hörner am Halsschild der Männchen, denen er seinen Namen verdankt. In Deinem Garten bevorzugt dieser heimische Erdbewohner trockene, sandige Stellen mit lockerem Boden. Er gehört zur Gruppe der Zersetzer (Organismen, die organisches Material abbauen) und ernährt sich von tierischen Hinterlassenschaften. Damit übernimmt er eine wichtige Funktion im ökologischen Kreislauf, indem er Nährstoffe tief in das Erdreich befördert. Die Larven wachsen in bis zu anderthalb Meter tiefen Gängen auf, die von den Elterntieren mit Nahrungsvorräten gefüllt werden. Diese Grabtätigkeit sorgt für eine natürliche Bodenbelüftung (Gasaustausch im Erdreich). Du kannst das Tier unterstützen, indem Du kleine Bodenstellen unversiegelt und sandig belässt. Da er ein spezialisierter Kotfresser ist, besteht für Deine Gartenpflanzen keinerlei Gefahr. Im April lassen sich die Käfer besonders gut bei ihrer emsigen Arbeit am Boden beobachten.
Der Stierkäfer ist für den Menschen vollkommen harmlos, da er weder beißen noch stechen kann. Er ist ein wertvoller Nützling für die Bodengesundheit und sollte im Garten unbedingt geschont werden. Da er keine lebenden Pflanzenteile frisst, gilt er nicht als Gartenschädling.
Der Stierkäfer (Typhaeus typhoeus) wird taxonomisch in die Familie der Mistkäfer (Geotrupidae) innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera) eingeordnet. Sein Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Mitteleuropas, wobei er in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Die Art lebt koprophag (sich von Kot ernährend) und ist für ihre außergewöhnliche Grableistung im Boden bekannt. Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Körpergröße von bis zu 24 Millimetern und bevorzugen als Lebensraum sandige Heiden sowie lichte Wälder.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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