Bild folgtKI-generierte IllustrationSalvia aethiopis
Auch bekannt als: Mohren-Salbei, Ungarischer Salbei
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem faellt der Ungarn-Salbei (Salvia aethiopis) durch seine intensiv weißfilzige Behaarung und die weit ausladenden, kerzenleuchterartigen Blütenstände auf. Diese zweijährige Pflanze ist ein echtes Juwel für den sonnigen Naturgarten, da sie spezialisierten Insekten wie dem Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) eine wertvolle Energiequelle bietet. Auch der seltene Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) profitiert von ihrem Nektarangebot. Mit seiner markanten Struktur bringt dieser Salbei Ruhe in Deine Beete und zeigt, dass Du auch an trockenen Standorten ökologisch wertvoll gärtnern kannst. Du wirst staunen, wie viele seltene Falter sich an den weißen Blüten einfinden.
Silberner Blickfang auf 0,65 m: Ein Magnet für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Ungarn-Salbei eine wichtige Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders Dickkopffalter wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera), der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) und Muschampia tessellum nutzen den Nektar der weißen Lippenblüten. Auch der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) steuert die Pflanze gezielt an. Die leichten Samen mit einem Gewicht von etwa 1,9 mg werden im Spätsommer durch den Wind verbreitet und dienen am Boden lebenden Tieren als kleine Energiepakete. Da die Pflanze trockene, warme Bedingungen liebt, ist sie ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt in Zeiten zunehmender Sommerhitze.
Der Ungarn-Salbei (Salvia aethiopis) gilt als nicht kindersicher und sollte daher nicht in Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden, die Pflanzenteile in den Mund stecken könnten. Er ist eine reine Zierpflanze und nicht mit dem Küchen-Salbei (Salvia officinalis) zu verwechseln. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere vorsorglich den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.653 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Der Untergrund muss trocken (Feuchtewert 3) und gut durchlässig sein; Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8), gegebenenfalls mit etwas Algenkalk nachhelfen.
Nährstoffe: Ein mäßiges Nährstoffangebot (Mittelzehrer) ist ideal; zu viel Dünger lässt die Standfestigkeit leiden.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Wuchshöhe: Plane ausreichend Platz ein, da die Pflanze eine Höhe von 0,65 m erreicht.
Vermehrung: Lass die verblühten Stände stehen, damit sich die leichten Samen (1,9 mg) durch den Wind im Garten verteilen können.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) passt hervorragend, da sie die gleichen trockenen, kalkreichen Standorte besiedelt.
Der Ungarn-Salbei (Salvia aethiopis) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in den trocken-warmen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz beheimatet. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Wegränder auf kalkhaltigem Untergrund. Markant ist der filzige Haarüberzug der Blätter, der als Verdunstungsschutz dient. Als krautige Pflanze bildet er im ersten Jahr eine Blattrosette und schiebt im zweiten Jahr seinen imposanten Blütentrieb in die Höhe.
3 Videos zu Ungarn-Salbei
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →