Bild folgtKI-generierte IllustrationUtricularia vulgaris agg.
Artengruppe
Mit ihren bis zu 0,37 m hohen Blütenständen fällt die Artengruppe des Gewöhnlichen Wasserschlauchs sofort auf. Diese krautige Pflanze ist ein Spezialist für nasse Standorte und besiedelt als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) gerne deinen sonnigen Gartenteich. Für den Naturschutz ist sie besonders wertvoll, da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht und somit in unserer freien Landschaft seltener wird. Da sie zu den Wasserschlauchgewächsen (Lentibulariaceae) gehört, bringst du eine echte botanische Besonderheit in deine Gartenökologie. Schau dir einmal genau an, wie sie als freischwimmende Pflanze ohne feste Wurzeln im Wasser schwebt und so ihren Platz im Ökosystem findet.
Seltene Sumpfschönheit: Ein faszinierender Überlebenskünstler für deinen Teich.
Da nach aktuellen Bestäubungsdaten keine spezifischen Insektenbeziehungen vorliegen, liegt der ökologische Wert vor allem in der Seltenheit der Art. Der Gewöhnliche Wasserschlauch steht auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) und ist damit eine schützenswerte Bereicherung für regionale Biotopverbünde im Garten. Durch seine Rolle als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffanspruch) trägt er zur Stabilisierung der Wasserqualität bei. Die winzigen Samen (0,0283 mg) dienen als leichtes Ausbreitungsgut, das durch Wind oder Wasser neue Lebensräume erreichen kann. In deinem Garten schaffst du ein Refugium für eine Pflanze, die in der freien Natur zunehmend unter Druck gerät. Damit förderst du aktiv die pflanzliche Vielfalt in deinem lokalen Ökosystem.
Bitte beachte bei der Gestaltung deines Gartens, dass der Gewöhnliche Wasserschlauch als nicht kindersicher eingestuft wird. Er sollte daher in Bereichen gepflanzt werden, die für kleine Kinder nicht unmittelbar zugänglich sind. Da er in tiefem Wasser oder Sumpfzonen wächst, ist ohnehin eine allgemeine Vorsicht an Wasserstellen geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Blattlos
Pflanzenhöhe
0.368 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
Wasserbedarf: Die Art benötigt dauerhaft extrem nasse Bedingungen oder eine Platzierung direkt im Wasser (Feuchtezahl 12).
Boden: Der Untergrund sollte mäßig nährstoffreich sein (Mittelzehrer); vermeide stark überdüngte Teiche, da dies das Algenwachstum fördert.
Wuchshöhe: Plane ein, dass die Blütenstände eine Höhe von genau 0,37 m über der Wasseroberfläche erreichen.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze vorzugsweise im Frühjahr zwischen März und Mai in das Gewässer ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze nicht verholzt und im Winter teilweise abstirbt.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich eigenständig durch ihre sehr leichten Flugsamen und Teilstücke.
Gute Partnerin: Die Schwanenblume (Butomus umbellatus) – sie gedeiht ebenfalls an sonnigen, nassen Standorten und ergänzt das ökologische Gefüge deines Teichrandes perfekt.
Der Gewöhnliche Wasserschlauch gehört zur Familie der Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigenes (einheimisches) Gewächs bekannt. Sein natürlicher Lebensraum sind Moore, Gräben und Tümpel, die einen neutralen bis schwach sauren Boden (Reaktionszahl 5) aufweisen. Als nicht verholzende, krautige Pflanze ist er perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Eine Besonderheit ist das extrem geringe Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nur 0,0283 mg, was eine Fernausbreitung über weite Strecken ermöglicht. Die Pflanze bevorzugt vollsonnige Standorte mit der Lichtzahl 7.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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